ATSB1809 EMS-Training


Funktionsweise, Effekte und Gefahren von EMS-Training

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Veranstaltung Aktuelle Themen der Sportbiomechanik
Autoren Dimitra Andrikopoulou, Tobias Bednarz, Henri Schwermer
Bearbeitungsdauer 45 Minuten
Zuletzt geändert am 20.06.2018

Einleitung

Muskeln durch Strom - genial oder schädlich?

„Schlank, stark und fit und das in nur 20 Minuten pro Woche!“ Mit solchen oder ähnlichen Slogans werben zur Zeit viele verschiedene Anbieter beziehungsweise „Mikrostudios“. Aufgrund von diesem Versprechen gewinnt die Methode des Elektro-Myo-Stimulations-Trainings immer mehr an Beliebtheit. In Westen und Anzügen eingearbeitete Elektroden sollen die Muskeln trainieren und Pfunde schmelzen lassen. Doch was ist wirklich dran an diesem Fitness-Trend? Hält es wirklich was es verspricht? Neben dieser Skepsis warnen Experten sogar vor einer übermäßigen Nutzung dieser Trainingsmethode und werfen sogar riskante Nebenwirkungen bis hin zum Nierenversagen in den Raum.

Dieses Wiki-Projekt soll sich genau dieser Skepsis stellen und aufzeigen, was EMS überhaupt ist, was dabei mit unserem Körper geschieht und wie sich ein solches Training überhaupt gestalten lässt, ohne negative Nebenwirkungen befürchten zu müssen.



Nachfolgendes Video soll die Impressionen eines exemplarischen EMS-Trainings darstellen und einen kurzen Einblick in die Thematik „EMS-Training“ geben.



verfasst von Dimitra Andrikopoulou

Beschreibung des EMS-Probetrainings (Video)

In diesem Teil soll kurz auf das in der Einleitung verlinkte YouTube-Video eingegangen werden. In diesem Video sind die Autoren des Eintrags zu sehen, die ein EMS-Probetraining absolvieren, aus dem einige Ausschnitte gezeigt werden. Damit soll die Verbindung zwischen beschriebener Theorie und Praxisdurchführung hergestellt werden. Vorweg ist festzuhalten, dass die organisatorischen Vorbereitungen auf jedes EMS-Training sich immer ähnlich gestalten: Vor jedem Training wird lange Unterwäsche angezogen (ellenbogen- und knielange Kleidung). Dies dient hygienischen Aspekten. Danach wird die Größe der Elektrodenweste bestimmt. Diese Westen beinhalten Elektroden für die Brust, den Bauch, den oberen, den unteren sowie den seitlichen Rücken). Ist dies geschehen, werden die Elektroden mit handelsüblichen Wasser angefeuchtet und die Weste angelegt. Abschließend folgt das Anlegen der angefeuchteten Elektroden am Gesäß, an den Oberschenkeln und an den Oberarmen. Das anschließende Trainingsprogramm gliedert sich in ein 10minütiges Krafttraining (einige Übungen werden exemplarisch gezeigt) und eine 10minütige Kardio-Einheit (Rudern und Radfahren). Auf den prinzipiellen Aufbau eines EMS-Trainings wird erst in einem der folgenden Kapitel genauer eingegangen.

<note tip>Hier findet Ihr Bilder zu der benötigten Ausstattung:

</note>


verfasst von Henri Schwermer



Funktionsweise des EMS-Trainings

Muskelkontraktionen erfolgen im Normalfall willkürlich, wie es beim alltäglichen Bewegen üblich ist. Dem gegenüber steht die unwillkürliche Muskelkontraktion, wie sie das EMS-Training beinhaltet. Statt eines nervalen Impulses geschieht die Kontraktion hierbei durch elektrische Impulse von außen (Kaeding, 2016, S. 81). Bei der Elektrotherapie sowie bei dessen speziellen Form des EMS-Trainings, werden auf die Haut Elektroden aufgesetzt. Durch diese werden elektrische Ströme geleitet, die den unter der Haut liegenden Muskel stimulieren. Dadurch werden die physiologischen Nervenimpulse simuliert (Michel, 2003, S: 43f.). Der von außen zugeführte elektrische Impuls lässt den Muskel folglich kontrahieren. Die Kontraktionen des Muskels können bei der Elektrotherapie über eine Anpassung der Stromparameter gesteuert werden: Gleichstrom, Wechselstrom und das Frequenzspektrum (Vogelmann, 2013, S. 12ff.). Weiterhin wird in „niederfrequentem Reizstrom“ (auch: „Impulsstrom“) und in „mittelfrequentem Wechselstrom“ unterschieden (Vogelmann, 2013, S. 16ff.). Gleichstrom ist Strom, bei dem sich weder seine Höhe noch seine Richtung ändert, auch „monophasischer Strom“ genannt (Vogelmann, 2013, S. 12). Der Wechselstrom hingegen ändert seine Höhe und Richtung während einer Periode, daher auch „biphasischer Strom“ genannt (Vogelmann, 2013, S. 14). Vorteil der Wechselspannung ist, dass die Spannung leicht verändert werden kann. Somit ist es einfacher, aus einer Wechselspannung eine Gleichspannung zu erzeugen als umgekehrt. Das Frequenzspektrum lässt sich in folgende Frequenzbereiche einteilen:

  • Galvanisation: 0 Hz
  • Niederfrequenztherapie: 1-1.000 Hz
  • Mittelfrequenztherapie: 1.000-100.000 Hz
  • Hochfrequenztherapie: >100.000 Hz
  • Ultraschalltherapie: ≥800.000 Hz

(Bossert, Jenrich & Vogedes, 2006, S. 10; Hervorhebung H.S.).

<note important>Zu beachten sind die Schwankungen der Zahlen der Frequenzbereiche. Diese fallen in anderer Literatur verschieden aus, z.B. sind die Werte bei Kaeding (2016, S. 81f.) für die Niederfrequenz bei 0-100 Hz und bei der Mittelfrequenz bei 1-300 kHz. Letzten Endes sind jedoch die verwendeten Frequenzen für das EMS-Training gleich, lediglich der Name der Frequenz kann abweichen.</note>

Die fünf Frequenzbereiche werden nur zur Vollständigkeit genannt, auf alle kann leider nicht genauer eingegangen werden. Lediglich der zweite Punkt, die Niederfrequenz, ist für das EMS-Training von herausragender Bedeutung. Im therapeutischen Bereich sowie im Leistungs- und Breitensport wird dieses Frequenzspektrum zur Muskelstimulation genutzt (Vogelmann, 2013, S. 15). Für das EMS-Training hat sich folglich der niederfrequente Reizstrom als gängigste Stromart ergeben. Hierbei wird die Muskelzelle direkt durch elektrische Reize stimuliert, die Nerven werden durch Reize von außen „ersetzt“. Damit ein Aktionspotential (und eine Kontraktion des Muskels erfolgt) ist eine ausreichende Stromstärke erforderlich (Vogelmann, 2013, S. 16). Ein „Reiz- oder Impulsstrom ist ein rhythmisch ansteigender und wieder abfallender Strom, der seinen Höchstwert, bzw. seine eingestellte Stromstärke entweder sofort (Rechteckstrom) oder mit einer Verzögerung (Dreieckstrom, sinusförmiger Strom) erreicht“ (Wenk, 2004, S. 120). Eine graphische Darstellung der verschiedenen Möglichkeiten des Ansteigens der Stromstärke findet Ihr hier.


verfasst von Henri Schwermer

Anwendungsbereiche

Bevor ein optimales Trainingsdesign vorgestellt werden kann, ist zunächst über die verschiedenen Anwendungsbereiche des EMS-Trainings zu sprechen. EMS-Training findet heute insbesondere im Rehabilitationsbereich und im Sportbereich Anwendung. Seit neustem sogar im Bereich der HNO, indem mit Hilfe eines Cochleaimplantat eine Elektrostimulation des Hörnervs und somit ein Hören bei starkem Hörverlust ermöglicht werden kann. Im Folgenden soll sich jedoch auf die beiden Bereiche Sport und Rehabilitation beschränkt und näher eingegangen werden.

<note important>Ursprünglich stammt die Idee des Trainings mit Elektroden aus der Astronautik, mit dem Gedanken, Astronauten mit einem Minimum an Aufwand und in kürzester Zeit fit zu halten (Yoshimitsu et al., 2010)</note>

Anwendung im Sportbereich

Im Sport soll durch EMS-Training die muskuläre Leistungsfähigkeit gesteigert und gleichzeitig der systematische Trainingsprozess unterstützt werden. Dabei nimmt EMS Einfluss auf die Maximalkraft. Noch größere Effekte lassen sich jedoch insbesondere bei der Schnellkraft nennen. Dieser besonders hohe Effekt auf die Schnellkraft lässt sich darauf zurückführen, dass EMS-Training bevorzugt die schnellzuckenden Muskelfasern anspricht, welche bei konventionellem Training erst bei maximalen Lasten bzw. Bewegungsgeschwindigkeiten rekrutiert werden (Colson et al., 2000, S. 286).

In Hinblick auf den Kraftzugewinn durch EMS-Training ist an dieser Stelle zu nennen, dass mehrere Studien und Untersuchungen auf unterschiedliche Ergebnisse bezüglich einer positiven Effektivität schließen lassen (verglichen mit konventionellen Krafttrainingsmethoden). D.h. die in der Literatur aufgeführten Untersuchungen und Studien liefern heterogene Ergebnisse, welche sich in Hinblick auf die Effektivität teils positiv zu der Effektivität von EMS-Training, teils aber auch zu konventionellen Krafttrainingsmethoden positionieren. Einige Studien sehen sogar keinen Unterschied bezüglich der Effektivität der beiden Krafttrainingsmethoden (Alon et al. 1987; Halbach & Strauß, 1980; Currier & Mann, 1983).

<note warning>Zu der Effektivität von EMS-Training später mehr.</note>

Trotz der unterschiedlichen Ergebnisse bezüglich der Effektivität, bietet EMS viele Möglichkeiten, welche durch andere Krafttrainingsmethoden nicht realisiert werden können. Zu nennen sind die besonderen Reizsetzungen beziehungsweise Reizvariationsmöglichkeiten und die spezifischen Adaptionen (Godin et al., 2010), weshalb im Sportbereich eine Kombination aus EMS-Training und konventionellen Krafttrainingsmethoden als sinnvoll erscheint.

Anwendung im Rehabilitationsbereich

Auch im Rehabilitationsbereich geht es darum an Muskelkraft zu gewinnen, jedoch mit einem anderen Hintergrund: Insbesondere nach Verletzungen soll versucht werden geschwächte Muskeln mit Hilfe von niedrig frequentierten Strömen zu stärken.

Neben der Rekrutierung der gewohnten Muskelmasse nach Sportverletzungen, bieten EMS-Geräte im Rehabilitationsbereich die Möglichkeit, inaktive Muskeln gezielt zu aktivieren und wiederaufzubauen. Der Wiederaufbau des gesamten Bewegungsapparates bewirkt wiederum eine Wiederherstellung der gewohnten Funktion und verhilft Patienten somit zurück zur gewohnten Lebensqualität (Young, 2015, S. 434 f.). Eine weiter unten aufgeführte Studie bezüglich der Effektivität von EMS bei Rückenbeschwerden wird diesen Aspekt weiter aufgreifen und verdeutlichen, dass eine Muskelaktivierung bei gleichzeitig geringer Gelenkbelastung realisierbar ist.

Ein weiterer Vorteil der Nutzung der EMS-Geräte in diesem Bereich ist, dass Anwendungen zusätzlich sowohl im Sitzen, als auch im Liegen durchgeführt werden können, weshalb somit eine sanfte Alternative zu den konventionellen Krafttrainingsmethoden zum Muskelaufbau gegeben wird.

verfasst von Dimitra Andrikopoulou

Trainingsdesign

Bevor ein geeignetes Trainingsdesign vorgestellt wird, ist zunächst zu nennen, dass sich auch hier in der Literatur unterschiedliche Designs und Möglichkeiten auffinden lassen. Besonders große Unterschiede lassen sich bei der Gesamtdauer finden, welche zwischen vier (Mester et al., 2009) und 24 Wochen (Fritzsche et al., 2010) liegt. Zusätzlich gibt es deutliche Differenzen bezüglich der Trainingsdauer einer einzelnen Einheit, welche zwischen einem „einfachen“ 20-minütigem Trainingsprogramm mit (Fritzsche et al., 2010) und ohne „Cool-Down“ (Kemmler et al., 2009) und einer Trainingsdauer von insgesamt 45 Minuten, bestehend aus einer 10 bis 15-minütigen Eingewöhnungsphase, einer 25-minütigen Trainingsphase und einer fünfminütigen Entspannungs- bzw. Cool-Down Phase, bei der mit einer erhöhten Frequenz, sowie niedrigeren Belastungs- und Pausenzeiten gearbeitet wird (Vatter, 2003), schwanken.

Gemeinsam haben alle Trainingsdesigns, dass mit einer niedrigen Frequenz (zwischen 80 Hz und 100 Hz) gearbeitet wird.

Nachfolgende Tabelle soll ein Beispiel für ein mögliches Trainingsdesign aufzeigen:

Quelle: Mester et al., 2009, S. 106.

Da wir nun auch hier auf das Problem stoßen, dass dieses Trainingsdesign für eine Gesamtdauer von vier Wochen angefertigt wurde, sind wir an dieser Stelle angehalten, Experten aufzusuchen, die auf Basis eigener Erfahrungen folgendes Trainingsdesign für ein längerfristig angedachtes Training entworfen haben:

Quelle: Daten entstammen einer Befragung mit einem Experten (Befragung von Sonny Weihshaupt, ausgebildeter EMS-Trainer).

Prinzipiell ist man hinsichtlich der Trainingsgestaltung in der Praxis nach dem Einstiegtraining variabler. Zu beachten ist jedoch, dass alle sechs bis 12 Wochen die Übungsgestaltung verändert werden sollte, um ein „Verstumpfen“ der Muskeln durch eintönige Bewegungsausführungen zu verhindern und neue Reize zu setzen.

Des Weiteren lässt sich EMS auch mit einem HIT Training verbinden, wobei in diesem Fall ohne zusätzliche Belastung beziehungsweise Gewichte trainiert wird und die Übungen direkt aneinandergereiht werden. D.h. es werden zwischen den Übungen keine Pausen eingelegt. Wichtig hierbei ist, dass die Trainingszeit dann 15 Minuten auf keinen überschreiten darf.

Zusätzlich kann mit Hilfe von einem dauerhaften Impuls die Kraftausdauer trainiert werden. Hier wird dann mit einer dauerhaften Belastung von maximal 65 Hz gearbeitet.

Im Leistungssport kann EMS als weitere Trainingsmaßnahme zur Gelenkschonung und neuer Reizsetzung hinzugezogen werden. Dabei sollte die maximale Anzahl der Trainingseinheit pro Woche bei maximal einmal liegen.

Grundsätzlich ist zu sagen, dass insbesondere Anfänger an Trainingstagen mit EMS keinen weiteren großen körperlichen Belastungen ausgesetzt werden sollten und somit keine weitere Trainingseinheit an diesem Tag absolvieren sollten.

Zusätzlich werden im folgenden Sicherheitsmaßnahmen genannt, welche ein Übertraining und weitere Risiken vermeiden sollen.

verfasst von Dimitra Andrikopoulou



Eingliederung in das alltägliche Leben

Da das Trainieren mit EMS mittlerweile als großer Sport- und Fitnesstrend zu sehen ist und immer mehr an Bedeutung gewinnt, wächst mit der zunehmenden Popularität auch die Anzahl der Anbieter. Mit der immer größer werdenden Dichte wird somit auch die Zugänglichkeit erleichtert - Es ist leichter den für sich geeignetsten Standort zu wählen, der für jeden individuell mit einem geringsten Zusatzaufwand verbunden ist. Ob das nun auf dem Rückweg von der Arbeit oder nach kleinen Besorgungen in der Stadt ist, ist dabei jedem selbst überlassen.

Hinzu kommt der zeitliche Aspekt. Dank einer Trainingsdauer von insgesamt ca. 45 Minuten lässt sich eine Trainingseinheit immer und überall einschieben. Menschen sind sich bei ihrer Zeiteinteilung somit (in der Theorie) flexibler denn je, was eine Integration in den Alltag enorm leicht macht.

Ein Nachteil an dem Trainieren mit EMS kann definitiv bei den Kosten gesehen werden. Mit ca. 80 Euro liegt der Preis, den man für diesen Trend zahlen muss sehr hoch.

<note tip>Weitere Information zu Kosten und Leistungen können auf Folgenden Links nachgeschaut werden: https://bodynerds-unterstrom.de/leistungen-preise/ oder https://www.terra-sports.de/ems-training-kosten#unseretarife</note> Die enorm hohen Kosten ergeben im Umkehrschluss eine Zielgruppe von Berufstätigen Personen, welche im Durchschnitt ein Alter von 30 Jahren aufweisen. Dadurch kam es in den letzten Jahren ebenfalls zu Anpassungen seitens der Studios, indem Sie ihre Öffnungszeiten mit beispielsweise 17.00 Uhr bis 21.00 Uhr an die Arbeitszeiten ihrer Klienten und Stammkunden angepasst haben.

verfasst von Dimitra Andrikopoulou

Sicherheitshinweise und Gefahren des EMS-Trainings

Laut der „Medizinprodukte-Betreiberverordnung“ (MPBetreibV) dürfen Medizinprodukte nur von „Personen betrieben oder angewendet werden, die die dafür erforderliche Ausbildung oder Kenntnis und Erfahrung besitzen“ (MPBetreibV §4 Abs. 2). Außerdem muss die zuständige Person das Gerät einer Funktionsprüfung unterziehen (MPBetreibV §10 Abs. 1). Damit soll einer unsachgemäßen Behandlung vorgebeugt werden, die einige Gefahren birgt. Auch Kemmler, Froehlich, von Stengel & Kleinöder weisen darauf hin, dass das EMS-Training von einem ausgebildeten Trainer bzw. einer ausgebildeten Trainerin beaufsichtigt werden muss (2016, S. 219). Sie stellen Richtlinien auf, die vor, während und nach jedem Training beachtet werden müssen:

Allgemein:

  • Durchführen eines Anamnese-Gesprächs, um jegliche Vorerkrankungen oder anderweitige Gefahren auszuschließen.

Zur Vorbereitung auf das Training:

  • Gewährleistung einer guten physischen Verfassung des Klienten bzw. der Klientin, schmerzfreien Bewegens sowie keine Stimulanzien o.ä.
  • Genügend Kalorien müssen zuvor aufgenommen worden sein.
  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr (vorher, während und nachher).
  • Sollten Probleme auftreten, ist ein Arzt aufzusuchen.

Das Training an sich:

  • Die allererste Trainingseinheit darf unter keinen Umständen zur vollen Ausbelastung führen.
  • Nach einem moderaten Trainingszyklus von 8-10 Wochen sollte das Training sukzessiv gesteigert werden, jedoch auch hier noch nicht bis zur völligen Erschöpfung.
  • Das erste EMS-Training sollte der Gewöhnung dienen und darf (auch später!) 20min nicht überschreiten.
  • In den ersten 8-10 Wochen sollte nur eine Einheit pro Woche stattfinden.
  • Die Regenerationszeiten zwischen den Trainingseinheiten sollten möglichst mehr als 4 Tage dauern.

Sicherheitsaspekte während des Trainings:

  • Der Trainer bzw. die Trainerin sollte die Verfassung des Klienten bzw. der Klientin immer im Auge behalten und ggf. eingreifen.
  • Die Steuerung des EMS-Geräts sollte immer in Reichweite des Trainers bzw. der Trainerin und des Klienten bzw. der Klientin liegen.
  • Nicht privat im eigenen Haushalt ausführen, da kein geschultes Personal zur Aufsicht vor Ort ist.

(Kemmler et al., 2016, S. 219).

Auch in unserem Probetraining fand die Trainingseinheit in ständiger Anwesenheit eines Trainers bzw. einer Trainerin statt. Dazu erhielten die Trainer im Voraus eine Ausbildung. Des Weiteren war für ein Einschalten der EMS-Trainingsgeräte eine Trainerkarte erforderlich, um einer unsachgemäßen Benutzung vorzubeugen. Somit konnte die in der Literatur beschriebene 1 zu 1 Betreuung auch in der Praxis erfahren werden. Ebenso musste vor dem ersten Training pro Proband/Klient ein Fragebogen ausgefüllt werden (Anamnese-Gespräch). Darin fanden sich Fragen zu Herz- und Kreislaufproblemen, regelmäßige Medikamente und anderen Erkrankungen. Dies dient der rechtlichen Absicherung der Trainer bzw. des Studios, aber auch der Sicherheit der Klienten. Als gesundheitliche Risiken sind die hohen Kreatinkenase-Werte nach einem Training zu nennen. Diese erhöhen drastisch das Risiko, an einer Rhabdomyolyse zu erkranken (Kemmler et al., 2016, S. 218). Allerdings gilt dies lediglich für Unerfahrene im EMS-Training. Regelmäßiges EMS-Training sorgt dafür, dass sich die Werte in einen unbedenklichen Bereich einpendeln, da Anpassungen des Organismus erfolgen (ebd.).

<note important>Daher ist es abschließend von großer Bedeutung, insbesondere bei der Erstapplikation und den Folgeeinheiten (bis zu 10 Wochen), die Trainingsintensität auf einem moderaten Level zu halten. Damit soll dem Organismus Zeit zur Konditionierung gegeben (ebd.) und ein zu sprunghafter Anstieg des Kreatinkinase-Wertes vermieden werden.</note>


verfasst von Henri Schwermer


Effekte des EMS-Trainings (auf die Muskulatur)

Die folgenden Kapitel dienen dazu, die Effekte des Trainings auf die Muskulatur aufzuzeigen. Dazu wird mit der Darstellung biologischer und physikalischer Effekte begonnen. Abschließend werden die physiologischen Anpassungen an die sportliche Belastung des EMS-Trainings beschrieben. Um die Effekte darzulegen, werden die Inhalte einiger wissenschaftlicher Werke berücksichtigt.

Physikalische und biologische Effekte

Zur Erinnerung ist festzuhalten, dass im EMS-Training mit niedrigfrequentem Reizstrom gearbeitet wird, der biphasisch aufgebaut ist (= Wechselstrom).

Wenk schreibt dem niederfrequenten Reizstrom in Abhängigkeit von der Frequenz folgende Effekte zu:

  • 5-30 Hz: Auftreten von rhythmischen Muskelkontraktionen, die optisch noch voneinander abgegrenzt werden können sowie Schmerzlinderung.
  • 50 Hz: Dies bietet die optimale Frequenz für die quergestreifte Muskulatur. Ab dieser Frequenz erscheint eine Dauerkontraktion, somit können die einzelnen Kontraktionen optisch nicht mehr voneinander abgegrenzt werden. Durch die rhythmische Änderung der Stromstärke werden dem Muskel der Wechsel von An- und Entspannungsphasen geboten.
  • 100 Hz: Optimale Reizfrequenz zur Schmerzlinderung.

(Wenk, 2007, S. 685; zitiert nach Vogelmann, 2013, S. 19; Hervorhebung H. S.).

<note important>Es sind nicht alle Frequenzbereiche genannt worden, da die Effekte der anderen Bereiche nicht an erster Stelle den Muskel betreffen. Außerdem würde das Darstellen aller Bereiche den Rahmen sprengen.
Darüber hinaus mag dem aufmerksamen Leser bwz. der aufmerksamen Leserin aufgefallen sein, dass die im Kapitel Funktionsweise des EMS-Trainings genannte Frequenz von den hier beschriebenen abweichen. Dies lässt sich dadurch erklären, dass verschiedene Studien zu verschiedenen Ergebnissen kommen, da jeder Mensch individuell betrachtet werden muss. Allein gemeinsam ist jedoch der niederfrequente Bereich von 1-1000Hz.</note>

Hier ist ein weiterer Effekt der niederfrequenten Reizströme zu sehen, die Schmerzlinderung. Dieser ist insbesondere bei klinischen Therapien erwünscht, im EMS-Training nimmt er jedoch eine untergeordnete Rolle ein (Bosse et al., 2003, S. 28). Des Weiteren werden im Frequenzbereich von 0-50 Hz überwiegend die langsamen Typ-I-Fasern stimuliert, bei 50-120 Hz werden zumeist die schnelleren Typ-II-Fasern beansprucht (Vogelmann, 2013, S. 19).

In diesem Zusammenhang ist auf das Prinzip der „Modulation“ hinzuweisen. Die Modulation soll verhindern, dass sich die Muskulatur auf die elektrischen Impulse anpasst (Bossert et al., 2003, S. 12). Dabei wird die Impulsfolge hinsichtlich der Höhe, der Breite und des Abstands verändert (ebd.). Ab einer Frequenz von 50 Hz liegt eine Dauerkontraktion des Muskels vor. Da dies zu einer verringerten Durchblutung und somit zu einer geringeren Leistungsfähigkeit führt, muss die Impulsfolge mit Pausen verbunden werden, d.h. der fortwährende Wechsel von Pause und Belastung ist erforderlich (ebd.). Dies bezeichnet die Veränderung der Breite. Die Änderung der Impulsfolge anhand der Höhe wird auf der einen Seite durch eine langsame Steigerung der Amplitudenhöhe (Impuls) vollzogen, die zur Kontraktion führt. Zusätzlich wird auf der anderen Seite die Pause langsam eingeleitet (ebd.). Abschließend wird der Abstand der einzelnen Perioden nach dem Zufallsprinzip verändert, auch „Frequenzmodulierung“ genannt (Vogelmann, 2013, S. 19).

Hierbei können insbesondere die konditionellen Fähigkeiten wie Maximalkraft, Schnellkraft und Kraftausdauer trainiert werden (Kaeding, 2016, S. 82). Dies geschieht über verschiedene Anpassungseffekte, die auch konventionelles Training hervorruft: Verbesserung der intra- und intermuskulären Koordination, Muskelfaserhypertrophie/-plasie, Vergrößerung der Zellorganellen, Erhöhung der Kapillarisierung sowie Veränderung des Verhältnisses der Muskelfasertypen (Felder, 1994).

<note important>Die Muskelfaserhyperplasie ist in der Literatur kontrovers diskutiert und nicht vollständig belegt.</note>

Die genannten Effekte sind in der Fachliteratur zwar vertreten, doch können sie in der Praxis tatsächlich umgesetzt werden? Dies soll das folgende Kapitel mittels einer kurzen Studienübersicht klären.

verfasst von Henri Schwermer


Erwiesene Effekte (Studien)


Die Universität Bayreuth sowie die Deutsche Sporthochschule in Köln sind die Spitzenreiter in Sachen Forschung über EMS-Training. Die meisten deutschen Publikationen zu diesem Thema beschränken sich auf Arbeiten und Studien dieser beiden Universitäten, welchen dadurch eine besondere Bedeutung bei unserem Thema zukommt.

1. Studie in Bezug auf die Harninkontinenz:

Boeckh-Behrens und Schäfer untersuchten im Jahr 2002, ob ein Elektromyostimulationstraining mit dem BodyTransformer eine innovative Methode zur Linderung der Harninkontinenz ist.

Versuchsdesign:

49 Probanden, darunter 31 Frauen und 18 Männer, welche durchschnittlich 47,5 Jahre alt waren, durchliefen in sechs Wochen ein EMS-Ganzkörpertraining. In den 6 Wochen wurden 10 Trainingseinheiten mit einer Dauer von 45 Minuten durchgeführt. Nach dem Training gab es noch ein fünfminütiges Entspannungsprogramm für die Teilnehmer. Die Impulsdauer im Trainingsprogramm betrug vier Sekunden und die Impulspause zwei Sekunden. Die Frequenz wurde mit 80 Hz angegeben. Bei dem Entspannungsprogramm betrugen die Impulsdauer sowie die Impulspause jeweils eine Sekunde und die Frequenz 100 Hz.

Ergebnis:

53% der 17 Probanden mit Harninkontinenz waren nach dem sechswöchigen EMS-Ganzkörpertraining beschwerdefrei oder gaben eine Linderung der Beschwerden an. Die deutliche Verbesserung der Inkontinenz wurde von den Autoren als Erfolg gewertet. <note important>Hier ist allerdings anzumerken, dass es keine Kontrollgruppe gab, welche die Aussagekraft der Ergebnisse erhöhen und eindeutig verifizieren könnte.</note>

2. Studie in Bezug auf die Reduzierung von Rückenbeschwerden:

Boeckh-Behrens, Grützmacher und Sebelefsky untersuchten ebenfalls im Jahr 2002, ob das Elektromyostimulationstraining mit dem BodyTransformer eine erfolgreiche Maßnahme zur Reduzierung von Rückenbeschwerden ist.

Versuchsdesign:

Das Versuchsdesign ist exakt dasselbe, wie bei der Inkontinenzstudie. Daraus lässt sich schließen, dass beide Studien parallel gemacht wurden. Man untersuchte hier die Rückenbeschwerden und nicht die Harninkontinenz.

Ergebnis:

89% der Probanden stellten eine Reduzierung der Rückenschmerzen fest, wovon 39% eine starke Minderung der Beschwerden erfuhren. 42% haben eine leichte Verbesserung der Beschwerden angegeben. Während des Zeitraums des EMS-Ganzkörpertrainings verringerten sich auch die Häufigkeit und Intensität der Beschwerden deutlich. Die Wirksamkeit des EMS-Ganzkörpertrainings unterschied sich in Bezug auf die Beschwerderegion. Die besten Ergebnisse hatten Probanden mit Beschwerden im Bereich der Lendenwirbelsäule. Die Trainingsdauer wurde von den Autoren kritisch angemerkt und sie stellten fest, dass die Trainingszeit von 20-25 Minuten zu keinem Verlust der positiven Effekte führte. Auch in dieser Studie wird die Aussagefähigkeit durch eine fehlende Kontrollgruppe gemindert.

3. Studie in Bezug auf den möglichen Unterscheid von EMS- zu HIT-Training bei den Merkmalen der Körperzusammensetzung und der Muskelkraft

Kemmler, Teschler, Weissenfels, Froehlich, Kohl und von Stengel untersuchten im Jahr 2015, inwieweit sich ein Ganzkörper-Elektromyostimluationstraining und ein HIT-Krafttraining (HIT bedeutet High Intensity Training) in Bezug auf die Körperzusammensetzung und die Muskelkraft unterscheiden.

Versuchsdesign:

46 Männer zwischen 30 und 50 Jahren wurden in eine EMS- und eine HIT-Gruppe verteilt. Die HIT-Gruppe führte zweimal die Woche ein Einsatztraining unter Ausbelastung aus, während die EMS-Gruppe dreimal in zwei Wochen ein EMS-Training durchführte. Dieses dauerte 20 Minuten und bestand aus einer Impulsdauer von sechs Sekunden und einer Impulspause von vier Sekunden bei einer Frequenz von 85 Hz. Bei der Studie sollten die gesamte fettfreie Körpermasse sowie die skeletale Muskelmasse untersucht werden. Auch die dynamische Maximalkraft der Beinextensoren und die isometrische Maximalkraft der Rückenextensoren waren Teil der Untersuchung.

Ergebnis:

Bei beiden Trainingvarianten änderten sich die Werte der fettfreien Körpermasse und der der skeletalen Muskelmasse ähnlich signifikant positiv. Auch die dynamische Maximalkraft der Beinextensoren und die isometrische Maximalkraft der Rückenextensoren waren ähnlich signifikant positiv. Daraus kann man schließen, dass sich das Ganzkörper-EMS-Training in den Effekten zur Steigerung der fettfreien Masse und Muskelkraft nicht von einem HIT-Training unterscheidet, weder positiv noch negativ. Anzumerken ist nur die Zeitersparnis beim EMS-Training, welche man allerdings mit dem teureren Preis bezahlt.



verfasst von Tobias Bednarz


4. Studie in Bezug auf die Kurz- und langfristigen Trainingseffekte durch mechanische und elektrische Stimulation auf kraftdiagnostische Parameter

Wesentliches Ziel der Untersuchung von Mester et al. (2010) war es, klassische und moderne Kraftparameter in ihrer Entwicklung durch mechanische und elektrische Stimulation zu untersuchen. Hierfür wurden 80 Sportstudenten der Sporthochschule in Köln in folgende acht Trainingsgruppen randomisiert:

  • Hypertrophie
  • Maximalkraft
  • EMS
  • EMS/Hypertrophie
  • Schnellkraft
  • Kraftausdauer
  • Vibration
  • Vibration/Hypertrophie

Die Gesamtzeit der Untersuchung betrug sieben Wochen, innerhalb dieser drei Kraftdiagnostik durchgeführt wurden:

  • vor dem ersten Training (Pretest)
  • nach der vierwöchigen Trainingsperiode, in der zwei mal pro Woche trainiert wurde (Posttest)
  • nach einer zweiwöchigen Regenerationsphase (Retest)

Die Kraftdiagnostik (sowie das klassische Trainingsprogramm) fand an der Lex Extension und Leg Carl Maschine statt. Die Belastungsnormative der einzelnen Gruppen wurden aus durchschnittlichen Trainingsdesigns aus bereits bestehender Literatur ausgewählt. Wie die Designs der Gruppen im einzelnen gestaltet wurden, lässt sich hier genau nachlesen: http://www.bisp.de/SharedDocs/Downloads/Publikationen/Jahrbuch/Jb_200809_Artikel/Mester_103.pdf?__blob=publicationFile.

Für uns von Bedeutung ist das bereits oben aufgeführte Trainingsdesign der EMS-Gruppe (s. Kapitel Trainingsdesign).

Ergebnis

Als Hauptergebnis ist festzuhalten, dass sich die Trainingsformen jeweils methodenspezifisch auf die verschiedenen Kraftparameter und dynamischen Fähigkeiten auswirken. Folgend werden nun die Ergebnisse nur hinsichtlich des EMS-Trainings aufgeführt:

  • EMS setzt einen positiven Stimulus für neuromuskuläre Verbesserungen bezogen auf die Maximalkraft. Verglichen mit konventionellen Krafttrainingsmethoden fallen hier die Kraftzuwächse jedoch deutlich geringer aus.
  • EMS weist deutliche Verbesserungen bezogen auf die Geschwindigkeit bei einer dynamischen Kraftdiagnostik im Langzeiteffekt (Retest +21%).
  • Muskelspezifische Anpassungserscheinungen: Abbildung 2 zeigt die Anpassungserscheinungen (Pmax)der EMS-, EMS/Hypertrophie und Hypertrophiegruppe beim Beinbeuger

Quelle: Mester et al., 2010, S. 108.

Festzuhalten ist, dass mit dem EMS eine Trainingsform gewählt wurde, die den Anstieg der maximalen Leistungsfähigkeit (Pmax) ausschließlich über die Geschwindigkeitskomponente bewirkt, welche gemeinsam mit der Kraftkomponente die dynamische Leistungsfähigkeit bestimmt (Mester et al., 2010, S 107).

Diskussion

Prinzipiell ist zu sagen, dass kein direkter Vergleich von Ergebnissen der Studien beziehungsweise mit der Literatur möglich ist, da sich zum einen die unterschiedlichen Untersuchungen hinsichtlich ihres verwendeten des Trainingsdesigns sehr unterscheiden, zum anderen lassen sich nirgends durchgeführte Standardisierungen über Bewegungsgeschwindigkeit und Bewegungsausmaß finden.

Detaillierte Betrachtungen der einzelnen Studien lassen jedoch Rückschluss darauf geben, dass Anpassungserscheinungen vom Muskelspezifischen Anforderungsprofil abhängig sind, weshalb die Funktionsweise der jeweiligen Muskulatur beim Erstellen von Trainingsdesigns unbedingt stärker bedacht werden muss (Mester et al., 2010, S. 107 f.).

In Hinblick auf EMS haben die Untersuchungen gezeigt, dass hier insbesondere dynamische Beanspruchungen mit mittlerer Kraftanforderungen und die Geschwindigkeitskomponente, sprich Sprints und Sprünge, angesprochen werden. Experten schließen eine Verbesserung der Geschwindigkeit durch EMS-Training auf die Umkehrung des „Henneman size principle“ zurück, bei dem neuronale Anpassungen überwiegend zu einer Rekrutierung der FT-Fasern führen (Colson et al., 2000).

Die Tatsache, dass sich signifikante Verbesserungen erst nach einer längeren Regenerationsphase (von beispielsweise zwei Wochen) zeigen und sich die Leistungen überwiegend erst im Retest gesteigert haben, lässt sich zum einen auf eine Langzeiteffekt schließen, welcher wiederum neue Möglichkeiten hinsichtlich der Trainingsperiodisierung bietet. Zum anderen lässt diese verzögerte Anpassung auf eine erhöhte Intensität während eines EMS-Trainings schließen, welche logischerweise auch mit einer längeren Regenerationsphase verbunden ist (Mester et al., 2010, S. 111).

verfasst von Dimitra Andrikopoulou

EMS-Training im Profisport

Da wir nun wissen, dass das Ganzkörper-EMS-Training positive Effekte auf unsere Muskulatur und Muskelkraft hat, stellt sich die Frage, ob es nicht sinnvoll wäre, EMS-Training auch im Profibereich einzusetzen. Hier ist es wichtig sich vor Augen zu halten, dass es beim EMS-Training immer eine eins zu eins Betreuung durch einen Trainer gibt. Mit diesen Voraussetzungen ist es in jedem Mannschaftssport sehr schwer ein EMS-Training durchzuführen. Wie sollen alle Spieler und Spielerinnen gleichzeitig solch ein Training durchführen? Dazu benötigte man für jeden Teilnehmer ein Gerät und einen Trainer. Diese Rahmenbedingungen mit den damit verbundenen Kosten verhindern ein sinnvolles kollektives EMS-Training in den Mannschaftssportarten. Eine Studie der Sporthochschule Köln bescheinigt dem Ganzkörper-EMS-Training trotzdem positive Trainingseffekte bei Profifußballern (Filipovic et al., 2013, S. 50f.). Heinz Kleinöder, einer der führenden Professoren in Deutschland bezüglich der Forschung zum EMS-Training, stellte auf dem Hamburger Sportkongress 2016 vor, dass das EMS-Training schon in dem Spitzensport in Deutschland zu finden ist. Die nordischen Kombinierer und auch die Rodler setzen auf EMS-Training in ihrer Trainingsplanung. Daraus lässt sich schließen, dass das EMS-Training auch schon in den höchsten Stufen des professionellen Sports Einzug erhalten hat und genutzt wird. An diesen beiden Sportarten wird jedoch auch deutlich, dass es sich hier um kleinere Gruppen oder Individualsportler handelt, was die Rahmenbedingungen und die Organisation für ein solches Training einfacher macht. Die Methode des EMS-Trainings konnte sich noch nicht vollständig in allen Bereichen des Profisports etablieren, da viele noch auf klassisches Training zurücgreifen, doch durch die Trainingseffekte mit dem EMS-Training kann davon ausgegangen werden, dass es zu einer weiteren Verbreitung dieser Methode kommen wird.



verfasst von Tobias Bednarz


Zusammenfassung und Ausblick

Das EMS-Training bietet ein zeiteffizientes Training mit Trainingseffekten an. Diese alternative Trainingsmethode füllt eine Nische in unserer heutigen Zeit. Die Menschen gehen immer länger arbeiten, haben wenig Zeit und wollen, dass alles am besten ganz schnell und effektiv abläuft, ohne sich Sorgen machen zu müssen. Genau diese Anforderungen machen das EMS-Training für eine bestimmte Klientel interessant, da sie beim EMS-Training die Verantwortung in einer eins zu eins Betreuungsrelation an den Trainer abgeben können. Das Training dauert nicht lange und bietet so die Möglichkeit in sehr kurzer Zeit dieselben Trainingseffekte zu erreichen, wie in einem länger dauernden Training. Doch hat man wirklich dieselben oder ähnliche Trainingseffekte wie bei einer konventionellen Trainingsmethode ohne Strom? Viele Studien weisen auf ähnliche Effekte hin, diese Studien sollten aber immer auch aus einer kritischen Perspektive gesehen werden. Ein Teil dieser Studien weist jedoch Mängel auf welche die Aussagekraft und Vergleichbarkeit mit anderen Trainingsmethoden schwächen. Dies ist auf fehlende Kontrollgruppen, eine zu geringe Probandenanzahl, nicht standardisierte Versuchsdesigns und auch den Einfluss der EMS-Betreiber zurückzuführen. So findet man auf den Internetseiten der EMS-Anbieter meist nur Studien, welche das EMS-Training lobpreisen, jedoch keine kritischen Beiträge zu den Gefahren. Die Gefahren lassen sich durch gut geschulte Trainer auf ein Minimum reduzieren, da so eine Überlastung durch zu hohe Intensitäten oder ein zu langes Training und ein Übertraining durch zu viele Einheiten in der Woche unwahrscheinlich wird. Die positiven Effekte wie der Muskelaufbau, das Lindern von Beschwerden im Rückenreich, das Zurückdrängen der Harninkontinenz oder erhöhte Werte in den Bereichen Maximalkraft, Bewegungsgeschwindigkeit und den schnell zuckenden Muskelfasern lassen das EMS-Training allerdings zu einer sinnvollen alternativen Trainingsmethode werden, welche von bestimmten Menschen mit Erfolg genutzt werden kann. Das Integrieren in das eigene Training ist möglich und bietet auch für Sportler interessante Möglichkeiten zur Leistungssteigerung. Hier ist jedoch immer der Hintergrund der jeweiligen Sportler und Sportarten zu beachten, da es rein organisatorisch schon zu Problemen kommen kann, wenn eine ganze Mannschaft gleichzeitig solch ein Training durchführen soll. Für Individualsportler ergeben sich solche Probleme weniger, da sie ihr Training meist, in Absprache mit dem eigenen Trainer, individuell gestalten können.

<note> Für weitere Informationen kann man in der Heidelberger Bibliothek diese Bachelorarbeit einsehen, da diese leider nicht online verfügbar ist:
Knetsch, T. (2016): Der Einfluss dreier unterschiedlicher EMA-Trainingsmethoden auf Pulsfrequenz- und Laktatverläufe. Heidelberg: Institut für Sportwissenschaft.</note>

verfasst von Tobias Bednarz


Eigener Standpunkt

Ich persönlich finde, dass das Ganzkörper-EMS-Training eine geeignete alternative Trainingsmethode ist, um sowohl Ziele aus der Rehabilitation als auch Ziele aus dem Sportbereich erreichen zu können. Meiner Meinung nach hat das EMS-Training drei große Vorteile gegenüber anderen Trainingsmethoden:

  • 1. Es ist sehr zeiteffizient
  • 2. Es schont die Gelenke
  • 3. Auch Tiefenmuskulatur wird stimuliert, welche bei einem klassischen Training nicht erreicht werden kann

Die Gefahr der Überbelastung und des Übertrainings kann man durch gut geschulte Trainer sehr stark minimieren. So sollten mögliche Nierenschäden ausgeschlossen werden können.

Ich würde das EMS-Training jedoch lediglich als Ergänzung zu dem eigenen klassischen Training verwenden, da mir das Erlebnis des etwas selbstständig getan und erreicht beziehungsweise geschafft zu haben fehlt. Ich lasse den Strom für mich arbeiten und bin ein zum größten Teil passiver Teilnehmer, was bei mir persönlich mit dem Verständnis vom aktiven Erleben des Sports nicht aufzuwiegen ist.



verfasst von Tobias Bednarz


Erfahrungsbericht aus dem Probetraining

Wie bereits zu Beginn erwähnt (einführendes Video), haben zwei Autoren ein EMS-Probetraining durchgeführt. Dieses soll nun näher beschrieben und bewertet werden. Vorweg ist festzuhalten, dass wir ein Training absolvieren durften, das laut „Bodynerds Dieburg“ so konzipiert ist, dass wir einen bestmöglichen Überblick über die verschiedenen Übungen und Einheiten erhalten. Daher setzte sich die 20minütige Trainingseinheit zur Hälfte aus Krafttraining und zur anderen Hälfte aus einem Ausdauertraining zusammen. Die Entscheidung wurde bewusst auf den folgenden Gründen getroffen:

  1. Das Probetraining sollte einen breit gefächerten Einblick geben. Dazu gehörte neben einem Krafttraining (4 Sekunden Reizstrom, 4 Sekunden Pause, usw.) auch eine Ausdauereinheit (durchgehende Stromimpulse, allerdings mit einer geringeren Intensität).
  2. Unsere körperlichen Voraussetzungen waren ausreichend, auch für ein anstrengenderes Training.
  3. Die Stärke des Reizstroms wurde nach Empfinden pro Muskelgruppe eingestellt (Impulsgewöhnung). So konnten wir als Trainierende den Strom auf einem erträglichen Level halten, ohne dass er unangenehm wurde.

Zu Beginn des Probetrainings machte sich bereits während der Impulsgewöhnung die Belastung bemerkbar. Bei der Impulsgewöhnung wurde die Stärke des Reizstroms für jeden Muskel bzw. Muskelgruppe einzeln festgelegt. Wurde die als angenehm empfundene Stärke des elektrischen Impulses für einen Muskel gefunden, so wurde der elektrische Reiz dauerhaft aufrechterhalten und der Strom für den nächsten Muskel bzw. Muskelgruppe wurde eingestellt. Am Ende der Impulsgewöhnung lag an jeder Elektrode Strom an, somit kontrahierte jeder Muskel isometrisch. Da ich in meiner Freizeit Gerätturnen betreibe, war die isometrische Anspannung von vielen (großen) Muskelgruppen für mich kein neues Gefühl. Neu war jedoch die Reizung des Muskels von außen mithilfe von elektrischen Impulsen, wodurch ein Kribbeln in den betroffenen Muskeln auftrat. Außerdem war es ein unbekanntes Gefühl, dass die eigenen Muskeln ohne willentliche Anstrengung zur Kontraktion gebracht werden. Dies war nicht unangenehm, sondern lediglich eine neue Erfahrung. Das Gefühl des Kribbelns wechselte im weiteren Verlauf des Krafttrainings beim Ausführen von Kraftübungen von stark bis schwach, da der Strom schrittweise anstieg und abflaute. Später kribbelte es sogar in den Pausen zwischen dem Durchführen von Kraftübungen, auch wenn kein Strom anlag. Nach dem Krafttraining fühlte sich insbesondere die Bauchmuskulatur sehr beansprucht an, obwohl nicht viele Übungen zur Kräftigung des Bauches durchgeführt wurden und die Bauchmuskeln durch das Turnen eigentlich besser trainiert sein müssen. Zusätzlich erschienen die Übungen insgesamt anstrengender, als ein vergleichbares Krafttraining ohne die elektrischen Reize von außen. Nach den weiteren 10 Minuten, in denen ein Ausdauertraining mit dauerhaftem elektrischem Reizstrom absolviert wurde, machte sich bei mir eine allgemeine Erschöpfung bemerkbar. Das Kribbeln in den Muskeln hielt noch ca. eine weitere halbe Stunde an und ich fühlte mich auch eine Stunde danach noch nicht vollends erholt. Auch war ein großer Drang vorhanden, Flüssigkeit aufnehmen zu wollen, obwohl nur 20 Minuten Belastung anfielen. Das Gefühl eines Muskelkaters war auch zwei Tage danach nicht vorhanden. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dies eine sehr lohnende Erfahrung war. Das EMS-Training bietet mit 20 Minuten ein sehr intensives Programm und lässt sich so ohne großen Zeitaufwand in die Freizeitgestaltung einbauen.

verfasst von Henri Schwermer


Der Anamnesebogen und die theoretische Einführung zu Beginn des Trainings erzeugten Vertrauen in den Trainer und motivierten zum Start des Ganzkörper-EMS-Trainings. Vor dem Beginn wurde noch die Stärke des Reizstroms an die subjektiven Empfindungen des Trainierenden angepasst, sodass eine Überlastung und eine damit einhergehende Schädigung ausgeschlossen minimiert werden sollen. Als der Strom dann an allen Elektroden eingestellt war kribbelte es am ganzen Körper. Dies war für mich ein neues Gefühl, was jedoch nicht negativ war. Nur das Zucken der Muskeln durch extern übertragene Impulse fühlte sich anfangs komisch an. Bei der Kleidung und der Weste muss darauf geachtet werden, dass diese ausreichend feucht ist und eng am Körper anliegt. Die Elektroden die den Bauch stimulieren sollten waren anfangs nicht auf dem Körper, sodass der Reizstrom bei der Impulsgewöhnung auf 100% aufgedreht wurde, ohne dass etwas zu merken war. Erst als man die Weste enger zog und an sich drückte merkte man den Reizstrom. Mit der Zeit gewöhnte man sich an diese Impulse und konnte das Training ohne Komplikationen durchführen. Das Ganzkörper-EMS-Training würde ich durchaus als anstrengend beurteilen, da man im wahrsten Sinne des Wortes ständig unter Strom steht. Als das Training beendet war fühlten sich die Muskeln sehr erschöpft an. Da ich aus dem Fußball komme und 8 Stunden in der Woche intensives Training/Spiel habe, dachte ich, dass ich nicht so erschöpft sei. Der Durst setzte recht schnell ein und wir bekamen noch den Hinweis ausreichend zu trinken. Die Erholung setzte bei mir recht schnell ein und so hatte ich schon Minuten nach dem Training das Gefühl, als wäre ich vollständig regeneriert. In den Folgetagen wartete ich dann auf den Muskelkater, der bei mir allerdings nicht auftrat. Abschließend kann man sagen, dass es eine interessante Erfahrung war diese alternative Trainingsmethode auszuprobieren und es auch Spaß gemacht hat.

verfasst von Tobias Bednarz


Fragen

<spoiler | 1. Frage: Was besagt das Prinzip der Modulation und wieso ist es wichtig? - Fallen Dir aus dem konventionellen Training weitere Trainingsprinzipien ein, die diesem Prinzip ähneln?> Das Prinzip der Modulation soll verhindern, dass sich die Muskulatur auf die elektrischen Impulse anpasst (Bossert et al., 2003, S. 12). Dabei wird die Impulsfolge hinsichtlich der Höhe, der Breite und des Abstands verändert (ebd.).
Weitere Trainingsprinzipien: Prinzip der Variation der Trainingsbelastung, Prinzip der progressiven Belastung und Prinzip des wirksamen Belastungsreizes. </spoiler>

<spoiler | 2. Frage: Welche positiven Effekte kann EMS-Training im Gesundheitsbereich haben?> EMS-Training kann Harninkontinenz entgegenwirken und Rückenleiden lindern. </spoiler>

<spoiler | 3. Frage: Worauf sollte man bei einem EMS-Training achten?> Geschulte Trainer, genügend Flüssigkeit, keine zu hohen Intensitäten, welche zu Überbelastungen führen können. </spoiler>

<spoiler | 4. Frage: Ist das EMS-Training das Training der Zukunft im Spitzensport? Finde Argumente die diese These unterstützen oder widerlegen!> Es ist durchaus möglich, dass sich das EMS-Training im Spitzensport verbreitet und etablieren kann. Argumente hierfür sind die Trainingseffekte bezüglich den Muselfasern, der Bewegungsgeschwindigkeit und der schnellen Weiterleitung von Reizen. Dagegen spricht der Betreuungsschlüssel und der organisatorische Mehraufwand zum klassischen Training, welches zum Teil dieselben Trainingseffekte hervorbringt, </spoiler>

Literatur

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Boeckh-Behrens, W.-U., Schäffer, G. (2002). Elektromyostimulationstraining mit dem BodyTransformer - eine innovative Methoden zur Linderung der Harninkontinenz. Bayreuth: Institut für Sportwissenschaften der Universität Bayreuth.

Boeckh-Behrens, W.-U., Grützmacher, N., Sebelefsky, J. (2002). Elektromyostimulationstraining mit dem Bodytransformer - eine erfolgreiche Maßnahme zur Reduzierung von Rückenbeschwerden. Bayreuth: Institut für Sportwissenschaften der Universität Bayreuth.

Bossert, F. P., Jenrich, W. & Vogedes, K. (2006). Leitfaden Elektrotherapie: Mit Anwendungen bei über 130 Krankheitsbildern. München, Jena: Urban und Fischer Verlag.

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Kemmler, W., Teschler, M., Weissenfels, A., Froehlich, M., Kohl, M., von Stengel, S. (2015). Ganzkörper-Elektromyostimulation versus HIT-Krafttraining - Einfluss auf Körperzusammensetzung und Muskelkraft. In: Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin. 66, S. 321 - 327.

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Vatter, J. (2003). Elektrische Muskelstimulation als Ganzkörpertraining - Multicenterstudie zum Einsatz von Ganzkörper-EMS im Fitness-Studio. Universität Bayreuth. Veröffentlicht in AVM-Verlag (2010): München.

Vogelmann, T. (2013). Elektromyographische Muskelstimulation/Muskelaktivierung (EMS/EMA) im Leistungs-/ Breitensport: Trainingseffekte im Vergleich zu konventionellem Training. Hamburg: Diplomica Verlag.

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Wenk, W. (2007). Einführung in die Elektrotherapie. In: Kramme, Rüdiger (Hrsg.). Medizintechnik. Wiesbaden: Springer Verlag.

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biomechanik/aktuelle_themen/projekte_ss18/atsb1809.txt · Zuletzt geändert: 23.10.2018 13:21 von Filip Cengic
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