ATSB1903 Konservative Behandlungsmöglichkeiten bei Skoliose

Konservative Behandlungsmöglichkeiten bei Skoliose

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Veranstaltung Aktuelle Themen der Sportbiomechanik
Autor(en) Pfeiffer, F., Rinschen, S. & Becker, Y.
Bearbeitungsdauer Circa 45 Minuten
Status Finalisiert
Zuletzt geändert am 24. Juli 2019


1. Einleitung

Rückenschmerzen zählen aufgrund ihrer hohen Prävalenz in Deutschland mit zu den führenden Volkskrankheiten und sind laut den jährlichen Krankenkassenstatistiken die Hauptursache für Krankmeldungen am Arbeitsplatz: So kam es im Jahr 2017 zu insgesamt rund 35 Millionen Ausfalltagen im Berufsleben, Tendenz steigend (Ärzteblatt, 2018, o.S.). Weiterführende Informationen zur Thematik des Rückenschmerzes und ergonomischen Sitzverhaltens am Arbeitsplatz finden Sie hier ATSB1704 Ergonomie am Arbeitsplatz.
Dass jedoch nicht in allen Fällen ausschließlich langandauerndes, fehlerhaftes Sitzen und Bewegungsmangel für Schmerzsymptomatiken im Rückenbereich verantwortlich gemacht werden können, zeigt die sogenannte Skoliose. Hierbei handelt es sich um eine seitliche Verbiegung der Wirbelsäule bei gleichzeitig auftretender Verdrehung der Wirbelkörper. Die historischen Wurzeln dieser Deformierung reichen bis in die Antike zurück, weshalb das Krankheitsbild als das am längsten bekannte in der Orthopädie gilt (Säuberlich, 2012, S. 6).
In dem folgenden Beitrag soll die zentrale Fragestellung, welche konservativen, also nicht invasiven, Ansätze zur Behandlung einer Skoliose gängig sind, beantwortet werden. Dabei ist es zunächst von Bedeutung definitorische Begriffsbestimmungen hinsichtlich der Skoliose darzulegen, sowie die gesunde von der pathologischen Wirbelsäule abzugrenzen. Daraufhin folgt eine Klassifikation samt ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen der Skoliose, ehe konservative Behandlungsmöglichkeiten dargestellt werden. Abschließend folgt sowohl ein Fazit als auch ein Ausblick inklusive weiteren Fragesellungen, die in dem Kontext der Thematik von Interesse sind bzw. es zukünftig zu klären gilt.
Dieser Beitrag ist, neben fachfremden und interessierten Personen, insbesondere für Sportstudenten von Bedeutung, da in späteren potentiellen Berufsfeldern - so beispielsweise als Gesundheits- und/oder Fitnesstrainer, Physiotherapeut oder in anderweitigen Rehabilitationseinrichtungen - eine Konfrontation mit Menschen, die unter Skoliose leiden, durchaus denkbar ist. Somit kann im Folgenden ein erster Grundstein für ein sicheres und kompetentes Auftreten in der Zukunft gelegt werden.

verfasst von F. Pfeiffer


2. Begriffsbestimmungen

Die Thematik der Skoliose ist ein sehr spezifisches und komplexes aus dem Bereich der Medizin, genauer gesagt aus der Orthopädie stammendes Krankheitsbild. Damit selbiges auch Nichtmedizinern beziehungsweise fachfremden Personen näher gebracht werden kann, bedarf es einer klaren, allverständlichen Darstellung. Nichtsdestotrotz kann im Folgenden nicht durchgehend auf orthopädisch-medizinische Begriffe verzichtet werden, weshalb zunächst einige definitorische Grundlagen geschaffen werden.

Abbildung 1: Messung des Cobb-Winkels

Cobb-Winkel: Dieser dient zur Bestimmung des Schweregrades der Skoliose. Hierbei wird mit Hilfe eines Röntgenbildes der Wirbelsäule der Krümmungswinkel bestimmt. Um den Cobb-Winkel erfassen zu können, wird zunächst der oberste und unterste Wirbelkörper bestimmt, der an der Krümmung der Wirbelsäule beteiligt ist (Neutralwirbel). Anschließend wird jeweils zur Oberseite des obersten und zur Unterseite des untersten Wirbels eine Linie im 90-Grad-Winkel gezogen, deren Schnittpunkt dem Cobb-Winkel entspricht (Bauer & Kerschbaumer, 1992, S. 641).

Pelotten: Sind ballenförmige, polsterartige Druckpunkte, die innerhalb eines Korsetts befestigt werden, um die Aufrichtung der Wirbelsäule in die gewünschte Position zu unterstützen.

Risser-Zeichen: Dieses gibt mittels Röntgenaufnahme Auskunft darüber, wie weit die Verknöcherung der Apophyse (Knochenansatz von Sehnen und Bändern) am Darmbeinkamm fortgeschritten ist. Die Einteilung des Risser-Zeichen erfolgt in fünf Stadien und lässt darauf schließen, wie formbar die Wirbelsäule noch ist bzw. mit welchem Wachstum des Patienten noch zu rechnen ist. Je geringer die Verknöcherung, also das Stadium, desto größer die zu erwartende Verschlechterung der Skoliose (ebd., S. 642).

verfasst von F. Pfeiffer



2.1 Anatomie der gesunden Wirbelsäule

Abbildung 2: Anatomie der gesunden Wirbelsäule

Die menschliche Haltung, also die Körperstellung im Liegen, Sitzen, Stehen und während des Gehens wird maßgeblich durch die Wirbelsäule ermöglicht. Somit ist der Mensch - Homo sapiens - sowohl in der Lage sehr komplexe als auch dynamische Bewegungen in alle Richtungen (vorwärts, rückwärts, seitlich und Drehungen) durchzuführen (Gilsbach & Patos, 2013, S. 4).
Dieses zentrale knöcherne Achsenorgan besteht insgesamt aus 24 Wirbeln und einer Vielzahl von weiteren Einzelelementen, die sich zusammenfassend in fünf verschiedene Abschnitte gliedern lassen und nachfolgend dargestellt werden:

  • Halswirbelsäule - 7 Halswirbel (zervikal)
  • Brustwirbelsäule - 12 Brustwirbel (thorakal)
  • Lendenwirbelsäule - 5 Lendenwirbel (lumbal)
  • Kreuzbein (Sakrum)
  • Steißbein (Coccygis)

Betrachtet man die Wirbelsäule aus der seitlichen Perspektive (Sagittalebene), so gleicht die natürliche Form einem doppelten, übereinandergestelltem S. Dabei werden die Krümmungsabschnitte nach hinten als Lordose und nach vorne als Kyphose bezeichnet:

  • HWS - Lordose
  • BWS - Kyphose
  • LWS - Lordose
  • Kreuz- und Steißbein - Kyphose

In der Frontalebene bildet die gesunde Wirbelsäule eine gerade Linie. Damit diese entgegen der Schwerkraft wirkende Form ermöglicht werden kann, bedarf es strapazierfähigen Sehnen und Bändern. Der sogenannte Bandapparat stabilisiert jeden einzelnen Wirbel miteinander und sorgt mit Hilfe eines Muskelgeflechts dafür, dass die Wirbelsäule enorm stabil und dennoch beweglich ist (Rösch, 2018, S. 3).
Zwischen den 24 Wirbeln sind 23 Bandscheiben lokalisiert, die sich wiederum aus jeweils einem Gallertkern und einem darum befindlichen Faserknorpelring zusammensetzen. Der Druck, der aufgrund von Bewegungen tagtäglich auf der Wirbelsäule lastet, wird unter anderem über den Gallertkern, einer gelartigen Substanz aus hydrophilen Glykosamianoglykanen und Wasser entladen. Aus diesem Grund fungieren die Bandscheiben, neben den Wirbelkörpern an sich, als Stoßdämpfer für einwirkende Kräfte (ebd., S. 3).

verfasst von F. Pfeiffer


2.2 Pathologische Anatomie bei Skoliose

Eine Fehlstellung der Wirbelsäule (Deformität) kann in Kyphosen, Skoliosen und klinisch eher seltenen Lordosen unterteilt werden.

Die Skoliose (griechisch: skolios = krumm) ist eine Erkrankung, die eine Seitverbiegung der Wirbelsäule mit gleichzeitiger Rotation der Wirbel um die Längsachse beschreibt (Kluba & Roetman, 2010, S. 248). Hierbei können sich mehrere, gegenläufige Bögen in der Wirbelsäule bilden, die einander kompensieren, um so das Körpergleichgewicht aufrechtzuerhalten. Die Krümmung beträgt dabei mindestens 10° im Cobb-Winkel, sowie in allen drei Ebenen, also der Frontal-, Sagittal- und Axialebene der Wirbelsäule. Diese Deformität kann nicht mehr durch reinen Muskeleinsatz verhindert werden (Stücker, 2010). Sofern Sie an der Biomechanik des Muskelaufbaus interessiert sind, klicken Sie bitte auf den folgenden Link ATSB1804 Biomechanik des Muskelaufbaus.

Abbildung 3: Klinischer Befund bei Skoliose. Rippenbuckel rechts thorakal, die Asymmetrie durch den Rippenbuckel ist augenfällig.

Charakteristisch für das Krankheitsbild der Skoliose ist zum Einen der sogenannte Rippenbuckel, der vor allem dann besonders augenfällig wird, wenn sich der betroffene Patient im Stand nach vorne beugen soll (siehe Abbildung). Dieser unter Umständen kosmetisch sehr störende Rippenbuckel wird durch die Torsion der Wirbelkörper im Bereich der Brustwirbelsäule verursacht: Dort sind die Rippen verortet, die dieser Drehbewegung der Wirbel ebenfalls erliegen und selbiger nachgehen (Bauer & Kerschbaumer, 1992, S. 638).
Zum Anderen sind häufig ein schiefer Schulterstand, ein einseitig prominent herausstehendes Schulterblatt, der sogenannte Lendenwulst und/oder ein asymmetrischer Beckenstand beobachtbar.
Bei länger bestehender Skoliose und der damit einhergehenden Krümmung muss zudem mit weiteren strukturellen Veränderungen der Wirbelkörper gerechnet werden, die in einem Verlust der Beweglichkeit münden (ebd., S. 638).

verfasst von F. Pfeiffer


3. Klassifikation

Grundsätzlich dient eine Klassifikation dazu, einen einheitlichen Maßstab zur Beurteilung einer Erkrankung für unterschiedliche Bewerter zu schaffen und so vergleichbare Ergebnisse zu gewährleisten.

Bei der Klassifizierung der Skoliose können unterschiedliche Merkmale berücksichtigt werden. So kann sie nach ihrer Ursache, nach dem Entstehungszeitpunkt, nach der Lage ihrer Krümmung sowie Krümmungsmuster, nach dem Ausmaß und nach der Ausrichtung der Krümmung klassifiziert werden.

Sofern die Ursache der Erkrankung bekannt ist, wird sie als „Symptomatische Skoliose“ bezeichnet. Die häufigsten Ursachen hierbei sind

  • angeborene Fehlbildungen der Wirbel (Spina bifida),
  • neuromuskuläre Skoliose (Cerebralparese, Duchenne Muskeldystrophie),
  • Systemerkrankungen (Neurofibromatose) oder
  • traumatische Verletzungen, Amputationen oder Operationen (Ganepour, 2019).

Ist allerdings die Ursache der Erkrankung ungeklärt, wird sie als „Idiopathische Skoliose“ gekennzeichnet. Dies ist bei etwa 90% der Erkrankungen der Fall. Um den Schweregrad der „Idiopathischen Skoliose“ zu ermitteln, haben sich in den vergangenen Jahren zwei Klassifikationsmethoden durchgesetzt:

Zunächst wurde seit 1983 die Klassifikation nach der King-Methode durchgeführt. Im Jahr 2001 führte Lawrence Lenke eine neue und wesentlich komplexere Klassifikationsmethode ein (Trobisch et. al, 2010).

Klassifikation nach King

Bei der King-Methode wird die Skoliose nach Lage und Ausmaß der Krümmungen anhand der Bestimmung durch den Cobb-Winkel im anterior-posterioren Röntgenbild, sowie der Flexibilität der Krümmungen beurteilt. Die Flexibilität wird anhand der Bendingaufnahme bestimmt. Der hieraus resultierende Index ist definiert als die Differenz zwischen prozentualer Korrektur der lumbalen Krümmung abzüglich des Prozentsatzes einer erzielten Korrektur im thorakalen Bereich.

Daraus entwickelte King fünf Typen der idiopathischen Skoliose.:

Abb. Klassifikation nach King: Typ 1 bis Typ 5 (selbst erstellt)
  • King Typ 1: Bei diesem Typ liegt eine S-förmige Wirbelsäulenkrümmung vor. Die Mittellinie wird von einer thorakalen und einer lumbalen Krümmung überquert, wobei die lumbale Krümmung größer und rigider ist.
  • King Typ 2: Bei diesem Typ zeigt sich auch eine S-förmige Krümmung. Jedoch gibt eine thorakale Hauptkrümmung, sowie eine lumbale Sekundärkrümmung. Hierbei ist die thorakale Krümmung größer.
  • King Typ 3: Zeigt eine thorakale Krümmung. Allerdings überquert die lumbale Krümmung nicht die Mittellinie.
  • King Typ 4: Weist eine langbogige thorakale Krümmung auf. Der letzte Lendenwirbel ist dabei noch über dem Kreuzbein zentriert.
  • King Typ 5: Weist eine thorakale Doppelkrümmung auf. Bei diesem Typ neigt sich der erste Brustwirbel in die Konvexität der oberen Krümmung.

Die Klassifikationsmethode nach King ist jedoch durch verschiedene Nachteile gekennzeichnet. Zunächst fließt das sagittale Profil nicht in die Beurteilung mit ein. Des Weiteren werden die „Double and Triple-Major Curves“ nicht berücksichtigt. Dies sind Formen der Skoliose, welche zwei oder drei Primärkrümmungen aufweisen (Harms, 2007).

Klassifikation nach Lenke

Die Nachteile der King-Methode wurden durch die von Lawrence Lenke eingeführte Methode vermieden. Bei dieser werden die idiopathischen Skoliose-Erkrankungen in insgesamt 42 Subtypen klassifiziert. Die Zuordnung zu einem Typ erfolgt anhand von Röntgenbildern in drei Teilschritten. Zunächst werden Kurventypen festgelegt. Anschließend wird eine Veränderung im Lumbalbereich beurteilt. Abschließend wird das seitliche Profil der Person beschrieben. Nach diesen drei Teilschritten ist eine Zuordnung möglich.

Kurventypen:

Der Kurventyp wird anhand der Lokalisation, der Flexibilität und des Ausmaßes der Krümmungen festgelegt. Die Lokalisation kann wiederum in vier Typen unterteilt werden (hochthorakal, thorakal, thorakolumbal, lumbal). Die Flexibilität lässt sich durch die Größe der im Bending residuell vorhandenen Krümmung oder durch die Größe der Kyphose bestimmen. Eine strukturelle Krümmung/Kurve liegt vor, sofern ein Bending-Cobb-Winkel >25° und/oder eine Kyphose von >20° gemessen wird. Sollten diese Bedingungen nicht erfüllt sein, liegt keine strukturelle Kurve vor. Zusätzlich gibt es eine Unterscheidung in Haupt- und Nebenkrümmung. Diese beiden Krümmungsarten können sowohl einen strukturellen, als auch nicht strukturellen Charakter besitzen. Anhand dieser Charakteristiken lassen sich sechs Kurventypen unterscheiden.

  • Typ 1: Main thoracic: thorakale, strukturelle Hauptkrümmung
    Abb. Klassifikation nach Lenke: Typ 1 bis Typ 6 (eigene Darstellung)
  • Typ 2: Double thoracic: thorakale Hauptkrümmung und hochthorakale Nebenkrümmung, strukturell
  • Typ 3: Double major: strukturelle thorakale und thorakolumbale Kurve. Die thorakale Krümmung > thorakolumbale Krümmung.
  • Typ 4: Triple major: Alle Krümmungen sind strukturell bei thorakalen Hauptkrümmung
  • Typ 5: Thoracolumbar: thorakolumale oder lumbale strukturelle Hauptkrümmung
  • Typ 6: Thoracolumbar-main thoracic: strukturelle thorakolumbale Hauptkrümmung, bei einer strukturellen thorakalen Nebenkrümmung

Veränderung im Lumbalbereich:

Um die skoliotische Veränderung im lumbalen Teil der Wirbelsäule zu beschreiben, wurde ein lumbar spine Modifikator entwickelt. Hier existieren drei verschiedene Formen (A, B & C). Diese unterscheiden sich je nach Ausprägung der Krümmung im lumbalen Bereich des Rückens und wie diese zu dem Lot steht. Das Lot ist eine Linie zur Horizontale, welche den Ursprung in der Mitte des Kreuzbeins hat und senkreckt nach oben zieht.

  • Typ A: Die Senkrechte verläuft zwischen den Pedikeln zum stabilen Wirbel. Hierbei handelt es sich um eine geringe lumbale Krümmung
  • Typ B: Die Senkrechte verläuft zwischen dem konkavseitigen Rand des Scheitelwirbels und dem medialen Rand des konkavseitigen Pedikels. Hierbei handelt es sich um eine moderate lumbale Krümmung.
  • Typ C: Die Senkrechte verläuft komplett medial des Scheitelwirbels. Hierbei handelt sich um eine starke lumbale Krümmung.
Abb. Typ A bis C der Veränderung im lumbalen Bereich der Wirbelsäule.

Sagittal thoracic Modifikator:

Im letzten Teilschritt wird das sagittale Profil des Betroffenen beurteilt. Auch hier existieren drei verschiedene Typen, welche sich erneut durch eine Röntgenaufnahme ermitteln lassen.

  • Minus (-): Kyphose weist einen <+10° Cobb-Winkel auf
  • Neutral (N): Kyphose weist einen Cobb-Winkel zwischen 10° und 40° auf
  • Plus (+): Kyphose weist einen >40° Cobb-Winkel auf

Mit Hilfe dieser verschiedenen Parameter erhält man eine Vielzahl an Klassifikationsmöglichkeiten (bspw. 1 A -) Über diese Vielzahl wird ein differenziertes Hilfsmittel zur Einteilung des Schweregrads einer Skolioseerkrankung geboten. Dadurch wird die Planung einer konservativen Behandlungsmöglichkeit sowie eines operativen Vorgehens erleichtert. Zudem ist aufgrund der Vielfältigkeit diese Form der Klassifikation wesentlich genauer und aussagekräftiger als die Klassifikation nach King (Harms, 2007).

verfasst von S. Rinschen


4. Konservative Behandlungsmöglichkeiten

Das folgende Kapitel beschäftigt sich überwiegend mit der Korsettversorgung der Skoliose im Allgemeinen, sowie mit ausgewählten Varianten von Orthesen und deren Besonderheiten.

verfasst von Y. Becker


4.1 Allgemeines

Abb. Skoliose-Korsett (Chêneau-Korsett)

Unter einer Korsettversorgung versteht man die konservative Behandlung der Wirbelsäulenskoliose mit einer Orthese (Fuhrmann, 2017).

Bevor die Korsettversorgung beginnen kann, muss eine Eingangsevaluation erfolgen. Hierbei geht es darum herauszufinden, welche Symptome/Progression der Patient zum Zeitpunkt der Anamnese aufweist und welche vorherigen Behandlungen erfolgten (Mattusek, Dingeldey, Wagner, Rezai, Nahr, 2014, S.692).

Die Indikation des Korsetts erfolgt über dem Krümmungswinkel (Cobb-Winkel) und dem Risser Zeichen (Grad der Verknöcherung der Apophyse am Beckenkamm) (Weber, Birnbaum, Weber, Niethard, 1999, S.174). Der in der Literatur angesetzte Cobb-Winkel liegt zwischen 25 bis 40°, während das Risser-Zeichen im Stadium I-II liegen sollte bzw. zwei Jahre bis zur Skelettreife des Patienten vorhanden sein müssen (Landauer, Krismer, Bauer, 1997, S.813-814). Weiterhin muss eine Korsettversorgung erfolgen, wenn eine nachweisliche, jährliche Progredienz um 5° nach Cobb vorliegt (Landauer et al., 1997, S.814; Weber et al., 1999, S.174). Je nach Lokalisation der Skoliose kann man die Korsette in verschiedene Arten untergliedern. So gibt es beispielsweise die sogenannten TLSO-Korsette (Thorakal-Lumbal-Sakral-Orthese) oder die Cervico-Thoraco-Lumbo-Sacral-Orthesen (Gepstein, Leitner, Zohar, Angel, Shabat, Pekarsky, Friesem, Folman, Katz, Fredman, 2002, S.86). Erstere Sind dadurch gekennzeichnet, dass sie vom Becken bis zum Schlüsselbein reichen (Scheck & Siress, 2019), während letztere darüber hinaus die Halswirbelsäule inkludieren, wie es bei dem Milwaukee-Korsett der Fall ist (Landauer et al., 1997, S.812).

Je nach Ausprägung der Skoliose kann nun noch weiter in Nachtkorsette und Ganztageskorsette unterteilt werden. Nachtkorsette sind bei geringgradigen, rasch progredienten, flexiblen Krümmungen <20° Cobb bei juvelinen und adoleszenten Skoliosen ausreichend. Ganztageskorsette werden bei einer idiopathischen Skoliose mit Cobb Winkeln lumbal 15-30° und/oder thorakal 20-45° verordnet (Mattusek et al., 2014, S.697). Ergänzend wird bei allen Korsettverordnungen eine körperliche Therapie empfohlen (Negrini, Aulisa, Aulisa, Circo, De Mauroy, Durmala, Grivas, Knott, Kotwicki, Maruyama, Minozzi, O`Brian, Papadopoulos, Rigo, Rivard, Romano, Wynne, Villagrasa, Weiss, Zaina, 2012, S:10). Indikationsgrenzen resultieren aus der Lokalisation des Skoliosescheitels (Landauer et al., 1997, S.814-815). \\ \\ Durch moderne, bildgebende Verfahren kann ein individuell an den Patienten angepasstes Korsett angefertigt werden, welches auf Basis des 3-Punkte-Prinzips zu einer Verbesserung/Korrektur der Skoliose beitragen soll. Das 3-Punkte-Prinzip besteht aus den Elementen der Derotation, Umkrümmung oder Extension, die mittels Pelotten auf den Körper wirken (Landauer et al., 1997, S.812). Dieses Korrektur-Prinzip arbeitet mit verschiedenen Kräften, wobei die Extension über Schub,- und Zugkräfte, die Umkrümmung über Biegekräfte und die Derotation über Druckkräfte arbeitet. Diese permanent wirkenden Kräfte formen die Wirbelsäule und drücken diese in eine gesunde Richtung. Die von dem Korsett wirkenden Kräfte werden als die passive Korrektur der Skoliose angesehen. Ergänzend kann in bestimmten Korsetten (bspw. dem Chêneau-Korsett) noch eine aktive Korrektur integriert werden. Diese aktive Korrektur arbeitet über die Stimulation der Propriozeptoren und der aktiven Beteiligung des Patienten. Der Patient hat in dem Korsett bestimmte, individuell festgeletzte Freiräume, in die er sich „hineinatmen“ kann (Mattusek, Mellerowicz, Klöckner, Sauerlandt, Nahr, Neff, 2000, S.492).\\ \\ Ziel der Korsettversorgung liegt darin, die Progression der Skoliose zu Verringern und zu verbessern, die Krümmungskorrektur langfristig zu erhalten und einen Cobb-Winkel <40° nach Abschluss der Skelettreife zu erreichen, da ab 40° Cobb-Winkel ein operativer Eingriff impliziert wird. Idealerweise wird eine Primärkorrektur um 40% angestrebt und erreicht (Mattusek, Dingeldey, Benditz, Rezai, Nahr, 2016, S.145). \\ \\ \\ <html><p align="right"> verfasst von Y. Becker </p></html> <html><br></html> ==== 4.2 Korsett-Arten==== Die Wahl des Korsetts ist an bestimmte Bedingungen geknüpft. Zum Einen entscheidet die Lokalisation der Skoliose über die Art des Korsetts, zum Anderen um welche Art der Skoliose es sich handelt und wie diese ausgeprägt ist (Landauer et al., 1997, S.812). Im Folgenden werden ausgewählte Korsette vorgestellt, da es eine Fülle von Korsetten gibt und nur die bekanntesten Vertreter aufgegriffen wurden. \\ \\ <html><p align="right"> verfasst von Y. Becker </p></html> <html><br></html> ===4.2.1 Boston-Korsett=== [{{ :biomechanik:aktuelle_themen:projekte_ss19:bild_5.jpg?nolink&200| Boston Korsett von dorsal}}] Bei dem Boston-Korsett (siehe Abbildung) handelt es sich um ein primär passives derotierendes Korsett, welches zu den TLSO-Korsetten gehört. Dieses Korsett erzielt gute Resultate bei lumbalen Krümmungen durch derotierende Kräfte. Es besteht aus vorgefertigten Vollkunststoff-Halbschalen Teilen, was als gute Ausgangslage für den weiteren Behandlungsaufbau angesehen wird (Landauer et al., 1997, S.812). \\ Das Boston-Korsett fixiert das Becken des Patienten und verfügt über individuell integrierte Druckpelotten, die die nötigen Kräfte auf den Scheitelpunkt (Apex) der Hauptkrümmung übertragen (Haaker & Kampf, 2017). Die Krafteinwirkung erfolgt lateral auf den konvexen Wirbelkörper, wodurch eine Derotation in der Transversalebene angestrebt wird (Landauer et al., 1997, S.812). Freiräume auf der konkaven Seite sorgen dafür, dass die Wirbelsäule und Weichteile in diese Richtung ausweichen können (McAfee, 2016).\\ Anwendungsgrenzen findet dieses Korsett bei hochthorakalen Skoliosen (Haaker & Kamp, 2017), da es, wie man auf der Abbildung sieht, nur bis etwa der Hälfte des thorakalen Wirbelsäulenbereichs geht. <html><p align="right"> verfasst von Y. Becker </p></html> <html><br></html> ===4.2.2 Milwaukee-Korsett=== [{{ :biomechanik:aktuelle_themen:projekte_ss19:bild_4.jpg?directhttps://commons.wikimedia.org/wiki/File:Milwakee_per_scoliosi.jpg&200| Abb. Milwaukee-Korsett.}}] Bei dem Milwaukee-Korsett (siehe Abbildung) handelt es sich um ein primär extendierendes Korsett. Dieses Korsett findet bei hochthorakalen Skoliosen Anwendung (Landauer et al., 1999, S.812). Es besteht aus individuell angefertigten Teilen (Beckenkorb, Halspelotten, einem ventralen Stab und zwei dorsalen Stäben) auf Basis eines Gipsabdrucks (Haaker & Kamp, 2017). \\ Durch die ventral und dorsal verlaufenden Stäbe entstehen sogenannte Mahnpelotten. Sie dienen dazu, den Patienten zu einer aufrechten Haltung zu zwingen (Landauer et al., 1999, S.812).\\ Problematisch ist der Halsaufbau des Korsetts (siehe Video), da dessen Nutzen gering ausfällt und auch optisch die Compliance des Patienten beeinflusst. Modernere Korsett-Arten haben gegenüber dem Milwaukee-Korsett keinen solchen Aufbau und sind effektiver, was dazu führt, dass das Milwaukee-Korsett immer seltener Anwendung findet (Landauer et al., 1999, S.812; McAfee, 2016). Zudem arbeitet das Milwaukee-Korsett nur mit transversalen und axialen Kräften, denen die Wirbelsäule ausweichen kann, wodurch die Effektivität des Korsetts reduziert wird (Hopf & Heine, 1985, S.312).\\ Ein kurzes Video über die Anprobe dieses Korsetts und die Alltagstauglichkeit findet ihr hier: {{youtube>J5GD3CMe4Gc?medium}} \\ \\ <html><p align="right"> verfasst von Y. Becker </p></html> <html><br></html> ===4.2.3 Charleston-Bending-Brace=== [{{ :biomechanik:aktuelle_themen:projekte_ss19:bild_6.jpg?direct&200| Abb. Charleston-Bending-Brace (Urheber des Bildes ist cbb, Link zum Original: https://cbb.org/braces/) }}] \\ Bei dem Charleston-Bending-Brace (siehe Abbildung) handelt es sich um ein primär komprimierendes Korsett. Es findet Anwendung bei Skoliosen mit einer Krümmung in der Frontalebene. Es drückt /hält den Patienten in der maximalen Seitneigung entgegen der Krümmung (durch laterale Krafteinwirkung). Dadurch wird eine Umkrümmung der Skoliose erzielt (Landauer et al., 1999, S.812). Aufgrund der extremen Seitneigung, die eine Überkorrektur hervorbringt (diese Überkorrektur sorgt dafür, dass die Wirbelsäule nach Beendigung der Therapie trotz „Rückschwingen“ normale Winkel aufweist) wird dieses Korsett als Nacht-Korsett benutzt. Im Alltag wäre eine solche maximale Seitneigung nicht realisierbar, während sie im Liegen und während des Schlafes gut umzusetzen ist (McAfee, 2016). \\ \\ <html><p align="right"> verfasst von Y. Becker </p></html> <html><br></html> ===4.2.4 Chêneau-Korsett=== [{{ :biomechanik:aktuelle_themen:projekte_ss19:bild_1.png?nolink&200| Skoliose Patientin ohne Korsett (links) & Skoliose Patientin mit Chêneau-Korsett (rechts)}}] \\ Das Chêneau-Korsett (siehe Abbildung) zählt zu den primär derotierenden Korsetten und gehört zur Gruppe der TLSO-Korsette. Es basiert auf aktiven und passiven Komponenten zur Skoliose-Korrektur (Landauer et al., 1997, S.813).\\ Die passive Korrektur erfolgt über verschiedene Druckpunkte auf die Krümmungsebenen (Mattusek et al., 2014, S.695). Diese Kräfte erfolgen nach dem 3-Punkte-Prinzip (Derotation, Extension & Umkrümmung) und werden über die angebrachten Druckpelotten an den konvexen Stellen der Krümmung übertragen (Landauer et al., 1997, S.813). Durch die Kombination dieser unterschiedlichen Kräfte (transversale & axiale Kräfte) gilt das Chêneau-Korsett als äußerst vielversprechend, auch bei nur leichten Wirbelsäulendeformationen (Hopf & Heine, 1985, S.312). Da in diesem Korsett hochthorakale Verschlüsse vermieden werden, wird der Brustkyphosierung nicht entgegengewirkt und somit eine Verstärkung des Flachrückens verhindert (Landauer et al., 1997, S.813). Im Vergleich zum Milwaukee-Korsett arbeitet das Chêneau-Korsett neben transversalen und axialen Kräften weiterhin mit Derotationskräften, wodurch es den Schwachpunkt des Milwaukee-Korsetts ausgleicht und effizienter ist (Hopf & Heine, 1985, S.312). Die aktive Korrektur erfolgt über die Stimulation der Propriozeptoren des Patienten sowie dem „hineinatmen“ in Freiräume des Korsetts. Die Bewegung des Thorax, der Rippen und des Abdomens führen dazu, dass der Patient gegen die Pelotten gedrückt wird, wodurch er sich aktiv aufrichten muss und die Freiräume des Korsetts ausnutzt (Mattusek et al., 2014, S.695). \\ \\ <html><p align="right"> verfasst von Y. Becker </p></html> <html><br></html> ===== 5. Zusammenfassung und Ausblick ===== Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass Skoliosen in unterschiedlichen Formen, Schweregraden und Lebensabschnittszyklen beim Menschen auftreten und zudem in acht von zehn Fällen idiopatischer Natur, also ursachenunbekannt, sind. Als Standard der konservativen Behandlung genannter Wirbelsäulendeformität zählt seit mehr als einem halben Jahrhundert die Orthesenversorgung, deren Wirksamkeit unter anderem in einer 2013 in den USA durchgeführten Studie eindrücklich belegt werden konnte (für Interessierte ist die Studie verlinkt: [[https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1307337]]).\\ Bei 72 % Prozent derjenigen, die ein individuell angefertigtes Korsett über einen Zeitraum von ca. 13 Stunden täglich trugen, konnte eine Verschlechterung der Wirbelsäulenkrümmung auf einen kritischen Wert des Cobb-Winkels von über 50 Grad und damit eine Operation vermieden werden. Eine fühestmögliche Diagnose der Skoliose lässt den Therapieerfolg exorbitant ansteigen, da eine Korrektur der Wirbelsäule während der Pubertät/Wachstumsphase am Aussichtsreichsten ist.\\ Weitere konservative Behandlungsmöglichkeiten, so z. B. physiotherapeutische Maßnahmen, wurden nicht vorgestellt, da "die Rolle von Bewegung und körperlicher Aktivität umstritten bzw. nicht eindeutig [ist]. Innerhalb der ganzheitlichen (Physio-) Therapie spielt aus Sicht der Bewegung insbesondere die Haltungssschulung (z.B. nach Bobath, Vojta oder Schroth) eine Rolle. Der Wirksamkeitsnachweis ist im Falle von Bobath und Vojta ausstehend; im Fall der Therapie nach Schroth [\ldots] nur zum Teil erbracht" (Niederer & Banzer, 2017, S. 281).\\ Hier sind weitere Studien bzw. Forschungsarbeiten vonnöten, um Betroffenen ein ganzheitlichen Therapiekonzept empfehlen zu können. Dies wissend, sind nachfolgende Themenvorschläge von Interesse. <html><br></html> \\ **Themenvorschläge für Folge-Wikis** - Wirksamkeit von Physiotherapie und/oder krankengymnastischen Übungen auf die Progredienz von Skoliosen - Skoliose und Sport: Handlungsempfehlungen und Wirksamkeit ausgewählter Sportarten - Invasive beziehungsweise operative Behandlungsmöglichkeiten am Beispiel der Skoliose - Ätiologie und Epidemiologie der Skoliose \\ <html><p align="right"> verfasst von F. Pfeiffer </p></html> \\ ===== Eigener Standpunkt ===== **Korsettversorgung**\\ Die allgemeine Herangehensweise an eine Korsettversorgung ist gemäß der Literatur relativ eindeutig und einheitlich. Problematisch ist jedoch die Aktualität der gesichteten Literatur sowie der Umfang an Erklärung der jeweiligen Korsette. Die meisten Studien sind aus dem 20. Jahrhundert und deutlich veraltet. Neuere Literaturen stützen sich ebenfalls sehr stark auf diese älteren Untersuchungen, wodurch modernere Untersuchungen wegfallen. Hinzu kommt, dass häufig die genannten Korsette nur ungenügend erklärt werden. Unterschiede zwischen den Korsetten wird zwar im Anwendungsbereich und der Indikation genannt, jedoch wird nicht genau erklärt, inwiefern sich die Korsette in der Funktion unterscheiden. Dies macht es äußerst schwer, einen guten Überblick zu geben und die oben genannten Korsette qualitativ befriedigend zu erörtern. <html><p align="right"> verfasst von Y. Becker </p></html> <html><br></html> **Gesunde und pathologische Wirbelsäule**\\ Da die Ursache einer Skoliose in ca. 80 % aller Fälle unklar ist (idiopathische Skoliose), wird vermutet, dass sich selbige insbesondere in Wachstumsschüben während der Pubertät ausbilden und verstärken kann. Vermutet wird in solchen Fällen ein ungleichmäßiges Wachstum der Rückenmuskulatur und der Wirbelkörper, sofern keine schwerwiegenden Grunderkrankungen (z. B. Knochenschwund, Knochenkrebs, Lähmungen oder Nervenerkrankungen) vorliegen. Auf Grund dieser Tatsache und dem Fakt, dass Skoliosen im Anfangsstadium nur schwer zu erkennen sind, liegt hier eine besondere Verantwortung bei den Eltern pubertierender Kinder, die ein besonderes Auge auf die körperliche Entwicklung ihres Kindes legen sollten. Bei minimal sichtbarem Schulter- und/oder Beckenschiefstand, schräger Kopfhaltung oder bereits leicht sichtbarem Rippenbuckel, bedarf es zügig medizinischer Diagnostik. Dies ist besonders wichtig, da eine Skoliose umso besser behandelt werden kann, je früher diese Fehlhaltung erkannt wird.\\ Des Weiteren bin ich der Meinung, dass Eltern ihre Kinder darauf aufmerksam machen sollten, beispielsweise schwer beladene Schultaschen nicht einseitig über der Schulter zu tragen, zum rückenstärkenden Sport (z. B. Schwimmen) animieren und generell einen gesunden Lebensstil vermitteln sollten. Nichtsdestotrotz sollten Kinder Kinder sein dürfen.\\ Bildet sich nämlich erst einmal eine schwerwiegende Skoliose, wirkt sich dies nicht nur auf die Psyche des Betroffenen aus, vielmehr kann die Deformität auch innere Organe (z. B. das Herz oder die Lunge) beeinträchtigen, wodurch die Lebensqualität enorm gemindert wird. <html><p align="right"> verfasst von F. Pfeiffer </p></html> ===== Fragen ===== 1. Frage: Was versteht man unter einer Skoliose und welche Formen können unterschieden werden? \\ \\ 2. Frage: Welche Ursachen kann eine Skoliose-Erkrankung haben? \\ \\ 3. Frage: Welche Winkel nach Cobb indizieren die Korsettversorgung? ===== Literatur ===== \\ Ärzteblatt (2018). //Rückenschmerzen werden ein immer größeres Problem.// Zugriff am 20.06.2019 unter https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/91853/Rueckenschmerzen-werden-ein-immer-groesseres-Problem. \\ \\ Bauer, R. & Kerschbaumer, F. (1992). Wirbelsäule und Brustkorb. In Jäger, M. & Wirth, C. J. (Hrsg.), //Praxis der Orthopädie//. 2. neubearbeitete Auflage (S. 628 - 730). Stuttgart: Thieme Verlag. \\ \\ Fuhrman, R. (2017). //Skoliosekorsett//. Zugriff am 23.06.2019 unter http://www.lexikon-orthopaedie.com/pdx.pl?dv=0&id=01304. \\ \\ Ganepour, B. (2019). //Skoliose – Fehlstellung der Wirbelsäule.// Zugriff am 23.06.2019 unter https://gelenk-klinik.de/wirbelsaeule/skoliose-fehlstellung-wirbelsaeule.html. \\ \\ Gepstein, R., Leitner, Y., Zohar, E., Angel, I., Shabat, S., Pekarsky, I., Friesem, T., Folman, Y., Katz, A., Fredman, B. 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Wirbelsäule und Brustkorb. In Wülker, N. (Hrsg.), //Orthopädie und Unfallchirurgie.// 2. Auflage (S. 220 - 290). Stuttgart: Thieme Verlag. \\ \\ Landauer, F., Krismer, M., Bauer, R. (1997). //Konservative Behandlung der idiopathischen Skoliose.// Der Orthopäde, 44, S. 808-817. \\ \\ Mattusek, J., Mellerowicz, H., Klöckner, C., Sauerlandt, B., Nahr, K., Neff, G. (2000). //Zwei- und dreidimensionale Korrektur von Skoliosen durch Korsettbehandlung.// Der Orthopäde, 29, S. 490-499. \\ \\ Mattussek, J., Dingeldey, E., Wagner, F., Rezai, G., Nahr, K. (2014). //Konservative Therapie der idiopathischen Skoliose mit dem Korsett.// Der Orthopäde, 7, S. 689-702. \\ \\ Mattusek, J., Dingeldey, E., Benditz, A., Rezai, G., Nahr, K. (2016). //Konservative Behandlung der idiopathischen Skoliose. Beeinflussung der Rumpfasymmetrie mit Cheneau-Korsettarchetypen.// Manuelle Medizin, 54, S. 139-149. \\ \\ McAfee, P. 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biomechanik/aktuelle_themen/projekte_ss19/atsb1904.txt · Zuletzt geändert: 11.08.2019 15:19 von Sven Erik Rinschen
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