Tennisspiele auf dem Sportplatz

Die hier vorgestellten Spielformen sind konzipiert für große Gruppen, wie z. Bsp. für Schulklassen. Sie können eingesetzt werden bei Schultennis-Tagen, Klassenfahrten und Ferienspielen. In den Beispielen wurde als Spielfläche von einem Sportplatz ausgegangen. Es kann aber auch jede andere größere Fläche sein, vom Schulhof, Parkplatz bis zur Wiese. Da bei den Spielen nicht auf einen aufspringenden Ball reagiert werden muss (Return), hat die Beschaffenheit des Bodens nur einen geringen Einfluss auf den Spielverlauf. Die Auswahl des Balles, ob Schaumstoff oder Tennisball, hängt von der Leistungsfähigkeit der Gruppe und dem jeweiligen Spiel ab. In den meisten Fällen ist zu Beginn ein weicher Ball empfehlenswert. In den Spielen, wo ein Spieler getroffen werden kann, muss ein solcher genommen werden, um ein Verletzungsrisiko auszuschließen. Weitere Spielformen und Varianten der vorgestellten Spiele sind herzlich willkommen. Zurzeit haben die Spiele noch keinen Namen, was es den Kindern aber einfacher machen würde, ein Spiel wiederzuerkennen.

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Spiele mit Schläger, Ball und Eimer


Den Ball treiben

Jeder Spieler hat einen Schläger und einen Ball.

Sie stehen auf der einen Seite (Torlinie) und sollen mit so wenigen Schlägen wie möglich den Ball auf die andere Seite schlagen.


Variante A: Jeder Spieler hat nur einen Schlag. Wer kommt am weitesten?
Variante B: Wer kommt am höchsten?

Treibball

Ziel des Spieles ist es, den Ball über die gegnerische Torlinie zu schlagen.

Regelvereinbarungen, die vor Spielbeginn gesetzt oder verabredet werden:

1. Darf der Ball im Flug mit dem Schläger abgefangen (gestoppt) werden?

2. Von wo darf zurückgeschlagen werden? Fangpunkt, erste Bodenberührung oder wo er liegen bleibt.

3. Dürfen Staffeln gebildet werden, d.h. kann ein eigener Spieler den Ball nochmals verlängern, wenn er ihn vor einem Gegner erreicht?

zusätzliche Varianten:

A: Spielen mit mehreren Bällen (bis zu 20)

B: Spielen mit unterschiedlichen Bällen

C: Aufteilen einer Mannschaft in Sammler und Schläger

D: Jeder muss sich seinen Ball holen und dann zur einem Ort laufen, wo der Tennisschläger liegt

E: Es gibt kein Aus, alle Bälle dürfen zurückgeschlagen werden, das Spiel ist zeitbegrenzt, die Mannschaft, auf deren Seite die meisten Bälle liegen, hat verloren.

Den Ball einlochen

Jeder Spieler hat einen Schläger und einen Ball.

Sie stehen auf der einen Seite (Torlinie) und sollen den Ball mit so wenigen Schlägen wie möglich in einen Eimer spielen, der auf dem Mittelpunkt steht.


Den Ball ins Tor

Jeder Spieler hat einen Schläger, jeder Angreifer zusätzlich einen Ball. Es werden zwei Mannschaften gebildet. Die angreifende Mannschaft beginnt an der Mittellinie. Die verteidigende Mannschaft steht im Strafraum.

Die Angreifer versuchen den Ball ins Tor zu schlagen, der von der verteidigenden Mannschaft nicht gestoppt werden darf. Kommt ein Ball im 16er zum Liegen, wird er von den Verteidigern zurückgeschlagen um im nächsten Zug von dort, wo er liegengeblieben ist, wieder Richtung Tor geschlagen zu werden. Überschreitet ein Ball die Torlinie, gibt es einen Punkt und der Angreifer beginnt wieder an der Mittellinie. Bälle, die am Tor vorbei gehen, dürfen von den Verteidigern von der Strafraumgrenze zurückgespielt werden.


Variante A: Ein Spiel auf Zeit mit Wechsel von Angriff und Abwehr.
Variante B: Der Spieler, dessen Ball die Torlinie überquert hat, verstärkt die Abwehr. Der Spieler, der zuletzt einen Ball zurückgeschlagen hat, beginnt als Angreifer von der Mittellinie.

Alles im Eimer

Jeder Spieler hat einen Schläger und einen Ball. Ein Spieler ist der „Eimerwart“ und hat einen Balleimer. Es werden mehrere Gruppen gebildet, je nach Größe der Klasse.
Die Spieler versuchen gleichzeitig, den Ball in den Eimer zu schlagen. Sie beginnen am 16-er, der Eimer befindet sich am Mittelpunkt. Kommen die Bälle zum liegen, darf der Eimerwart seinen Eimer um 5 Schritte versetzen. Dann nehmen die Spieler ihre Bälle wieder auf und haben ihren nächsten Versuch.


Übergeben

Es werden mehrere Mannschaften gebildet. Jeder Spieler hat einen Schläger, jede Mannschaft 10 Bälle.
Die Spieler einer Mannschaft stellen sich in einer Kette von Seitenlinie zu Seitenlinie auf. Der Ball wird von Spieler zu Spieler geschlagen. Die Mannschaft, deren Ball zuerst alle Bälle auf die andere Seite gebracht hat, gewinnt. Die Bälle werden von der Stelle, wo sie den Boden zum ersten mal berührten, weitergespielt. Stoppen oder direktes Weiterspielen ist erlaubt.


Variante A: Die Bälle werden vom ersten Spieler aus dem Balleimer entnommen. Der nächste Ball darf erst ins Spiel gebracht werden, wenn der vorige sein Ziel erreicht hat.
Variante B: Der Spieler, der die Bälle aus dem Balleimer nimmt, entscheidet selbst, wann er den nächsten Ball auf die Reise schickt.

Völkerball

Es werden zwei Mannschaften gebildet, alle Kinder haben einen Schläger.
Die eine Mannschaft verteilt sich auf der Linie des Mittelkreises. Die andere Mannschaft steht im Mittelkreis. Gespielt wird mit 2 Bällen (Anzahl kann je nach Schwierigkeitsgrad variiert werden). Die Mannschaft (Jäger), die auf der Mittelkreislinie steht, versucht, Spieler der anderen Mannschaft (Moorhühner) zu treffen. Diese dürfen den Ball mit dem Schläger abwehren. Wer getroffen wird, stellt sich zu den Jägern auf den Mittelkreis. Wer am Ende in der Mitte übrig bleibt, hat gewonnen. Bleibt ein Ball im Mittelkreis liegen, dann darf er heraus geholt und an der Kreislinie wieder ins Spiel gebracht werden.


Sternenbahn

Es werden 5er Gruppen gebildet, jeder Spieler hat einen Schläger, jede Gruppe einen Ball.
Die Gruppe steht sich in einem Kreis gegenüber. Der Spieler mit dem Ball spielt seinen übernächsten rechten Partner den Ball zu. (1-3-5-2-4-1-..).


Pony-Express

Es werden zwei Mannschaften gebildet, die Spieler der ersten Mannschaft haben alle einen Schläger und jeweils ein Paar besitzt einen Ball. Auf der 5m-Linie und der 16er-Linie stehen sich die Paare gegenüber. Die zweite Mannschaft hat einen Balleimer mit Bällen und versucht nun diese Bälle einzeln von dem einen Eimer in den anderen durch den Korridor zwischen 5er und 16er zu tragen. Die erste Mannschaft versucht nun die Läufer der zweiten mit den Bällen zu treffen, in dem sich die Paare die Bälle zuspielen. Wird ein Läufer getroffen, so ist dieser Ball verloren und er holt sich einen neuen. Gewonnen hat die Mannschaft, die als Läufer die meisten Bälle sicher in den zweiten Eimer gebracht hat.


Variante A: Jeder Läufer hat nur einen Ball, gezählt werden die Läufer, die unbeschadet ihr Ziel erreichen.
Variante B: Jeder Läufer bekommt einen Beschützer mit Schläger, der die Bälle abwehren darf.

Zick-Zack

Zwei Mannschaften stellen sich jeweils in einer Zickzacklinie auf. Jeder Spieler hat einen Schläger, jede Mannschaft hat einen Eimer mit Bällen.
Der erste Spieler steht neben dem Balleimer und spielt den ersten Ball seinem Gegenüber zu, der dann den Ball zum Nachbarn des ersten Spielers zurückspielt. Im Zickzack wandert der Ball bis zum letzten Spieler, der ihn in einen Balleimer ablegt.


Variante A: Der Spieler mit dem gefüllten Balleimer darf den nächsten Ball erst ins Spielbringen, wenn der vorige den zweiten Balleimer erreicht hat.
Variante B: Der Spieler mit dem gefüllten Balleimer entscheidet selbst, wann er den nächsten Ball auf Reisen schickt.
Variante C: Die Spieler wechseln ihre Positionen, in dem sie dem Ball, zum jeweils nächsten Spieler, nachlaufen. Der Spieler, der den Ball in den Eimer gelegt hat, läuft zum gefüllten Balleimer, nimmt einen Ball daraus und bringt ihn ins Spiel.

Hin und Her

Jeder Spieler hat einen Schläger, jedes Paar einen Ball.
Es wird an der Mittellinie gestartet. Spieler 1 schlägt den Ball Richtung Torlinie. Von dort aus, wo er liegen bleibt darf Spieler 2 zurückschlagen. Wer den anderen über die Torauslinie getrieben hat, hat gewonnen. Dies ist ähnlich dem Spiel Treibball, es wird jedoch paarweise gespielt.


Variante: Wer den Ball des Gegners mit dem Schläger gestoppt hat, darf von diesem Punkt aus zurückspielen.



Spiele über und um Hindernisse



Springreiten

Auf dem Platz stehen verteilt Kindernetze und bilden den Parcours. Jeder Spieler hat einen Schläger und einen Ball.
Ähnlich einem Hindernisspringen treiben die Spieler ihren Ball über die Hindernisse, wobei der Ball und nicht die Spieler das Hindernis überqueren müssen.


Vierer-Gespann

Auf dem Platz stehen verteilt Kindernetze oder Stangen, die den Weg auf dem Parcours festlegen. Jeder Spieler hat einen Schläger und einen Ball. Vier Spieler bilden ein Gespann.
Der Ball wird mit dem Schläger hochgehalten und das Gespann muss geschlossen den Parcours bewältigen. Fällt ein Ball auf den Boden, müssen die beiden ersten „Pferde“ in die zweite Reihe. Als Staffelwettbewerb geeignet.


ein Team

Auf dem Platz stehen verteilt Kindernetze oder Stangen, die den Weg auf dem Parcours festlegen. Jeder Spieler hat einen Schläger, jeweils ein Paar einen Ball.
Sie müssen den Parcours durchlaufen indem sie sich den Ball zuspielen. Bei Ballverlust wird am vorigen Hindernis wieder angefangen.
Variante A: Der Ball darf, muss zwischen den Partnern aufspringen.
Variante B: Der Ball wird gestoppt und dann erst zurückgespielt.
Variante C: Nach dem Zurückspielen darf ein Spieler maximal 3 Schritte vorwärts gehen.




Im Wald

Vier Stangen werden in einem Quadrat von 2m Kantenlänge aufgestellt. Jeder Spieler hat einen Schläger.
Jeder Spieler bewacht eine Seite des Quadrats. Aufgabe ist, den Ball durch die Stangen zu schlagen. Der Spieler entscheidet selbst, zu wem er den Ball spielt.
Der Spieler erhält einen Punkt, wenn er durch die Stangen gespielt hat. Er zählt laut. Spieltaktisch wäre es klug, den Spieler anzuspielen, der die wenigsten Punkte hat, da man sich damit besser von den anderen absetzen kann.



Spiele an und über Hecken und Zäune

So nah wie möglich

Die Aufgabe besteht darin, dass der Ball so nah wie möglich an dem Zaun liegenbleiben muss. Jeder Spieler hat einen Ball und einen Schläger.

Varianten:

         Verschiedene Bälle mit unterschiedlichen Gewicht und Sprungverhalten
         Es wird mit der "guten" und der "schlechten" Hand versucht
         Der Ball wird mit der Hand gerollt oder geworfen
         Der Ball wird mit dem Schläger geschlagen
         Der Ball muss einmal, zweimal oder dreimal aufspringen
         Der Ball muss zuerst den Zaun berühren und darf dann nicht mehr weit zurückrollen

Im Aufbau - weitere Ideen werden noch gesammelt

Große Sportspiele für Tennisspieler


Baseball

Bei einem Baseball-Spiel stehen sich zwei Teams gegenüber. Eine der beiden Mannschaften ist das Angriffsteam. Es hat das Schlagrecht und die Möglichkeit Punkte zu erzielen. Ein Punkt wird, wie beim Schlagball oder Brennball dadurch erzielt, dass ein Läufer das Spielfeld von Base zu Base umrundet. Die andere Mannschaft steht mit ihren Spielern verteilt im Spielfeld und versucht genau dieses Umrunden des Feldes zu verhindern. Wurden drei Läufer erfolgreich durch die verteidigende Mannschaft „aus“-gemacht (am Umrunden des Spielfeldes gehindert), wechselt das Schlagrecht und die bisherige Angriffs-Mannschaft geht in die Verteidigung auf das Spielfeld. Bei dieser Modifikation hat der Abschläger einen Tennisschläger, mit dem er den zugeworfenen Ball ins Feld schlägt. Hat er getroffen, darf er versuchen die erste Base zu erreichen. Die Verteidiger versuchen nun mit ihren Schlägern den Ball zum Abschlagsfeld zurückzuschlagen, damit ihn der Fänger erhält. Hat ihn der Fänger erhalten, bevor einer der Abschläger eine Base erreicht hat, so ist dieser Spieler aus.

Volleyball

ist ein Rückschlagspiel für zwei Mannschaften bei dem ein Ball mit den Händen über ein Netz gespielt wird. Ziel des Spieles ist es, Punkte zu erzielen, indem man den Ball so über das Netz schlägt, dass ihn die gegnerische Mannschaft nicht zurückspielen kann.
Bei dieser Modifikation haben alle Spieler einen Schläger, mit dem der Ball hochgehalten wird. Aufschlag und Spiel über das Netz, haben von unten zu erfolgen.
Variante A: der Ball darf,muss einmal aufspringen.
Variante B: mindestens drei Spieler müssen den Ball spielen, bevor er über das Netz zurückgespielt werden. Variante C: Der Ball darf über dem Netz geblockt werden.

Basketball

ist ein Mannschaftsspiel bei dem beide Mannschaften versuchen, den Ball in den gegnerischen Korb zu werfen.
Einen Ball mit einem Tennisschläger in den Korb zu befördern, ist ziemlich schwierig, deshalb gilt das Treffen des Brettes als Punktgewinn.
Variante A: Es darf nur innerhald der „Birne“ auf das Brett geschlagen werden.
Variante B: Es darf von überall auf das Brett geschlagen werden, doch führt ein Verfehlen zu Punktabzug.

tennis/spielformen/schulklassen.txt · Zuletzt geändert: 06.05.2015 15:58 von ifsadmin
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