MUS2c Kraft-Realtionen

Modul MUS02c Kraft-Relationen
Kategorie BIOMECHANIK > Muskel
Autor Filip Cengic
Voraussetzung MUS01, MUS02
Bearbeitungsdauer ca. 40 Minuten


Kraft-Längen-Relation

Im Folgenden betrachten wir die Kraft-Längen-Relation der Muskelfasern. Die Kraft ist durch den Spannungszustand (Tonus) in der Muskulatur charakterisiert. Durch gezielte Trainingsformen (z.B. Schnelligkeitstraining) kann der Muskeltonus im Körper erhöht werden. Es ist möglich den Muskel schneller zu aktivieren und stärkere Kontraktionen auszuüben (vgl. Netzathleten).

Für eine max. Kraftentfaltung sollte sich der Muskel in seiner Ausgangslänge befinden. Je größer die Abweichung von der Ruhelänge (Verkürzung bzw. Dehnung), umso weniger Kraft kann aufgebracht werden. Nach Enoka (2003, S. 258) beträgt die optimale Länge des Sarkomers 2,5-2,8 μm. Die Anzahl der Querbrückenzyklen (Andocken der Myosinköpfchen an das Aktinfilament) ist hier maximal. Die folgende Grafik veranschaulicht nochmals die Kraft-Längen-Relation des Muskel.

Aus der Abbildung geht hervor, dass es bei einer verkürzten Muskelfaser (Länge < ca. 2 μm) zu einer Überlappung der Filamente kommt. Sind die Aktin- und Myosinfilamente auseinandergezogen (Dehnung), so docken nur einige Myosinköpfchen an das Aktin an. Im folgenden Video gehe ich ebenfalls auf die oben aufgzeigte Grafik ein. Außerdem beziehe ich zur Kraft-Längen-Relation neben der aktiven (kontraktile Elemente - Sarkomere) auch die passive Spannung (Sehnen, Faszien, …) mit ein.



Kraft-Geschwindigkeits-Relation - Muskelleistungsgleichung nach Hill

„Nach der Kraft-Geschwindigkeits-Reation von Hill (1951) müßte bei konstanter Last und einer durch Krafttraining erhöhten […] Muskelkraft eine gegebene Last mit größerer Geschwindigkeit bewegt werden können.“ (Hollmann, W. & Strüder, H. K.).
Dementsprechend ist die muskuläre Leistung unter verschiedensten Belastungen konstant. Außerdem ist es möglich die unten dargestellte Kurve (Hyperbel) durch Training ansteigen zu lassen. Bei Maximalkrafttraining (Last > 90 %) würde Schenkel A ansteigen und beim Schnellkrafttraining (Last < 30 %) logischerweise der Schenkel B. Aber dazu mehr im nächsten Video.



Dieses Video beinhaltet neben dem Muskelleistungsmodell nach Hill auch die biomechanische Bedeutung der exzentrischen/konzentrischen Arbeitsweise der menschlichen Muskulatur.



mus02d.txt · Zuletzt geändert: 10.04.2013 15:30 (Externe Bearbeitung)
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